Prümzurlay

Um 800 wurde Prümzurlay erstmalig in einer Schenkungsurkunde der Abtei Echternach als Prumia erwähnt. Im Distrikt Mausebach fanden sich Reste einer römischen Villa, was davon zeugt, dass natürlich auch vorher hier schon Menschen lebten. 1960 wurde in Prümzurlay im Naturpark Südeifel das erste Bungalow-Feriendorf Deutschlands erbaut, was den heutigen Ortsteil Prümerburg ausmacht.

Das ist die Überleitung zur Burg Prüm, die auf einem 40m hohen Sandsteinfelsen oberhalb des Dorfes wahrscheinlich im 12. Jahrhundert errichtet wurde. Über den Graben, der einst die Ostseite sicherte, gelangt man zur Burgruine mit dem fünfeckigen Wehrturm. Erklimmt man diesen, belohnt ein herrlicher Blick über das Prümtal. Das, was als südliche Giebelwand aus den Trümmern herausragt, ist ein Teil des Palas. Neben den Fensteröffnungen sind Sitzplätze erkennbar. Eine Treppe führt in den Gewölbekeller.

Zur Burg Prüm zählt auch die spätgotische frühere Burgkapelle St. Nikolaus, nordwestlich im Tal gelegen. Der Kapellenbau wurde Mitte des 14. Jahrhunderts dokumentiert. Die jetzige Filialkirche St. Nikolaus wurde im Stil der Spätgotik zu Beginn des 16. Jahrhunderts errichtet. Der einschiffige Bau hat einen dreiseitig geschlossenen Chor mit einem Dachreiter. Südlich wurde dem Chor im 19. Jahrhundert eine Sakristei angebaut. Der ovale Eingangsbau kam erst 1957 dazu.