Paradiestal-Rundwanderweg in der Fränkischen Schweiz


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 39 Min.
Höhenmeter ca. ↑175m  ↓175m
Paradiestalweg Fränkische Schweiz, Markierung Blauer Ring

Die Rundwanderung durch das Paradiestal bietet sehr viel Natur mit Wald und Wiesen und zahlreichen Felsformationen mit fantasieanregenden Namen wie Paradiestalwächter, Predigtstuhl oder den Nasenlöcherfelsen. Das Paradiestal ist ein 4,2km langes Nebental des Wiesenttals.

Die Rundwanderung erstreckt sich südlich von Stadelhofen bis nach Treunitz. Es gibt nur einen weniger paradiesischen Abschnitt südlich von Stadelhofen, wo der Weg nahe der A 50 verläuft. Die Felsen mit vorgeschlagenen Kletterrouten sind beliebtes Ziel für Kletterer.

Die Wegemarkierung ist ein blauer Ring und wir beginnen die Runde an einem Parkplatz an der B 22 westlich von Treunitz und nahe der Wiesent. Die Bundesstraße wird dann überquert und wir gehen in nördliche Richtung, also mit dem Uhrzeiger und queren die Wiesent. 

Ein Bächlein, Waldrand und Feld begleiten uns zur ersten Felsformation, die Nasenlöcherfelsen getauft wurde. Durch die herrliche Naturlandschaft geht es weiter zum Felsen namens Silberwald (auch Silberwand oder Gelbe Wand). Fast gegenüber ist das Blaue Meer, eine kleine türkisfarbene Karstquelle.

Der Weg schiebt dem Betrachter noch weitere Felsgestalten vor das Auge. Nach der Zigeunerstube lohnt es sich vom Weg kurz rechts abzubiegen, um dem Wüstenstein mit Aussicht und dem Parasol einen Besuch abzustatten. Letzterer macht seinem Namen die Ehre und schaut aus wie ein Pilz. Der hohe Wüstenstein hat ein Plateau und unten eine sagenumwobene Höhle. Der Teufel soll hier auf einem Goldschatz sitzen. Im Felsenkeller hat auch eine Brauerei mal ihr Bier gelagert.

Als nächstes kommen der Paradiestalwächter und der Predigtstuhl, der einer Kanzel ähnelt und ein Kreuz oben drauf hat. Weiter in nördlicher Richtung kommt man zum Langerstein, bei dem ein Regenrückhaltebecken ist. Durchaus möglich, dass man je nach Jahreszeit Ziegen auf dem Felsen bei der Landschaftspflege zusehen kann. Jetzt ist man auch schon an der A 70 und wendet sich nach rechts, dem Lauf der Autobahn ein Stück folgend bis man wieder rechts in den Wald gehen kann. Am Ende des Weges ist man nahe einem Solarpark und biegt erneut rechts ab. 

Wald, Feld und Wiesen begleiten einen dann in südliche Richtung nach Treunitz, das aufgrund seines Pilzreichtums auch Pfifferdorf genannt wird. Das Dörfchen liegt sehr malerisch an der Wiesent zwischen Bachaue und Felspanorama. Die St. Sebastian Kapelle passt da sehr gut ins Idyll. Sie ist aus dem 19. Jahrhundert mit einem Portal aus heimischen Steinen. Von dort aus biegt man nach rechts ein und folgt der B 22 und dem Bachlauf bis zum Ausgangspunkt der Wanderung.

Bildnachweis: Von Derzno [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

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