Durch das Paradiestal zur Wiesentquelle (Fränkische Schweiz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 26 Min.
Höhenmeter ca. ↑216m  ↓216m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Paradiesische Natur erwartet uns auf dieser Runde um die Wiesent, deren Quelle wir in Steinfeld sehen werden, zwischen den Orten Steinfeld und Treunitz. Das Paradiestal im Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst ist ein 4,2km langes Nebental des Wiesenttals und, eine Vermutung liegt nahe beim Wort Nebental: es ist ruhige und idyllisch.

Start ist am Parkplatz nahe dem Felsen Treunitzer Wand, der jungen Wiesent und der B22, die westlich die A70 bei Scheßlitz mit dem östlichen Bayreuth verbindet. Wir gehen mit der Uhr und kommen durch das Paradies zurück. Wir folgen ein Stück der Wiesent, sehen kleine Felsen, kommen durch Wald und offene kultivierte Landschaft mit Äckern und Wiesen. Wir könnten vom Weg abweichen und gen Süden zur Wallfahrtskirche Zum Heiligen Kreuz (um 1655) wandern oder der Route wie vorgesehen nach Steinfeld folgen.

Steinfeld ist ein Teil der Gemeinde Stadelhofen. Hier entspringt der wesentliche Fluss der Fränkischen Schweiz, die Wiesent, die als nicht eingefasste Karstquelle aus dem Boden sprudelt. 78km hat sie von hier bis zur Mündung bei Forchheim in die Regnitz vor sich.

Im rund 380-Seelen-Örtchen steht die Pfarrkirche St. Martin, im Kern aus dem 15. Jahrhundert und im 18. baulich verändert. Das Pfarrhaus ist aus dem 19. Jahrhundert. In Steinfeld haben wir die Hälfte des Wegs hinter uns und könnten in einer Brauwirtschaft rasten, deren Gebäude aus der Zeit um 1825 entstand und die bereits seit 1720 hier ansässig ist.

Nach rund 3km mit abwechslungsreicher Landschaft in östlicher Richtung empfängt uns das Paradiestal und es wird gleich schillernd mit dem Blauen Meer am Silberwald. Das Blaue Meer ist eine nicht immer blaue Karstquelle, die von einer Felswand begrenzt ist und diese markante türkisblaue Färbung aufweist.

Von dort wandeln wir vorbei an den 22m hohen Nasenlöcherfelsen und einmal die Wiesent querend gelangen wir zurück zum Ausgangsort. Wer im Spätsommer/Herbst hier unterwegs ist, könnte sich rund um Treunitz auf Pilzsuche begeben, denn das Örtchen wird aufgrund seines Pilzreichtums auch „Pfifferdorf“ genannt. Auch recht hübsch ist in Treunitz die St. Sebastian Kapelle aus dem 19. Jahrhundert … wir kommen bei der Dorfansicht in „Bullerbü-Stimmung“.

Bildnachweis: Von Freak-Line-Community - Selbst fotografiert CC BY-SA 3.0, Link

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