Von Treunitz durchs Paradiestal nach Steinfeld (Fränkische Schweiz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 52 Min.
Höhenmeter ca. ↑207m  ↓187m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das Paradiestal ist eines dieser stillen, romantischen Seitentäler, an denen die Fränkische Schweiz so reich ist. Und der Name legt es nahe: Manch einem gilt das Paradiestal als schönstes Tal im Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst.

Diese Streckenwanderung ist gut mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen. Die VGN-Buslinie 969 (Frankenbus) von Bamberg nach Bayreuth hält sowohl am Start in Treunitz, wie auch am Endpunkt der Tour in Steinfeld.

Von der Bushaltestelle in Treunitz direkt auf Höhe der St. Sebastian Kapelle (19. Jahrhundert) geht es los. Wir folgen der Wiesent aufwärts, vorbei an einem Wanderparkplatz mit Wandertafel. Über eine kleine Brücke passieren wir schließlich die Wiesent und biegen dann ins Paradiestal ab. Wir kommen am Vorderen Paradiestalwächter vorbei, einer senkrecht aufragenden Felswand.

Es geht weiter zu den 22m hohen Nasenlöcherfelsen, vorbei am Dachstein und der Silberwand. Links hinter dem Abzweig nach Wotzendorf erreicht man das Blaue Meer, das aber nur nach ergiebigen Regenfällen oder bei Schneeschmelze seinen Namen Ehre macht. Das Blaue Meer ist eine von einer Felswand begrenzte Karstquelle mit markanter türkisblauer Färbung.

Wir wandern weiter durch das Paradiestal zur Zigeunerstube (linker Hand) und dann zum Wüstenstein auf der rechten Seite. Der Wüstenstein ist eine 28m hohe Felswand mit senkrechter sowie teils überhängender bzw. einfallender Front und Plateauabschluss. Am Fuße befindet sich eine kleine Höhle, die man Teufelsloch nennt und in der Teufel auf einem Goldschatz sitzen soll.

Weiter aufwärts im Paradiestal sieht man noch den Predigtstuhl und den Hinteren Paradiestalwächter, bevor sich das Tal öffnet. Nun liegt eine imposante Felsenkette vor uns, die nördlich durch den Langerstein abgeschlossen wird. Vor dem Langerstein befindet sich ein Regenrückhaltebecken.

Jetzt muss man die Autobahn A 70 kreuzen und geht dann weiter westlich von Wölkendorf nach Schederndorf. Hier gibt’s nicht nur eine kleine Kapelle im neugotischen Stil, sondern auch den Biergarten der Brauerei Konrad Will. Hier lohnt sich ein Stopp, um eine fränkische Brotzeit zu genießen.

Nach diesem Abstecher geht es wieder südwärts zur Autobahn. Nachdem diese hinter uns liegt, wandern wir durch nach Steinfeld, wo die Wiesent – der Hauptfluss in der Fränkischen Schweiz – entspringt. Wir spazieren vorbei an der St. Martin Kirche und der kleinen Brauerei Hübner. Ziel unserer Wanderung ist die Bushaltestelle B22. Und wie es der Zufall will liegt direkt gegenüber der Brauereigasthof Lindner. Man kann sich die Wartezeit also angenehm verkürzen.

Bildnachweis: By Derzno [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

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