Osser-Rundwanderweg (Bayerischer Wald)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 16 Min.
Höhenmeter ca. ↑574m  ↓574m
Kein Wegzeichen hinterlegt

549m in der Höhe gewinnen wir, wenn wir von Lohberg hinauf zum Großen Osser wandern, der sich nördlich des Erholungs- und Wintersportorts erhebt. Neben dem 1.293m hohen Großen Osser ist der 1.266m hohe Kleine Osser zu finden. Beides sind Geotope im Landkreis Cham im Bayerischen Wald.

Der Osser steht auf der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien, wo er Velký Ostrý und der kleine Bruder Malý Ostrý heißt. Auf dem Gipfel erwartet einen das Osserschutzhaus, das während der Sommersaison bewirtschaftet ist. In der Nähe gab es auch einst die Osserburg, von der mehr oder weniger unter der Grasnarbe zu sehen ist.

Großer und Kleiner Osser gehören zum Künischen Gebirge, dem „Königlichen Wald“, und der umfasst Teile des Bayerischen Walds und des mittleren Böhmerwalds. Geologisch besteht das Künische Gebirge nicht aus dem hier üblichen Gneis oder Granit sondern aus Glimmerschiefer, der weniger Feldspat und mehr Minerale hat und sich bei entsprechender Temperatur und Druck ausprägte. Im Mittelalter wurden Glimmerschiefer öfter für Mühlsteine verwendet, die man seltener schärfen musste.

Wenn die Runde eine ovale Uhr wäre, würden wir auf 6 Uhr starten und der Große Osser wäre Mittag. Ihn erreichen wir nach rund 3,8km. Start ist auf dem Osserparkplatz Lohberg. Der Osserpfad führt uns waldreich in die Höhen, wo wir auf den Felsgesteinsgraben stoßen. Wir biegen vom Osserpfad nach links ab und kommen an einer Schutzhütte vorbei. Nach dieser biegen wir rechts ab und wandern weiter in nördliche Richtung durch den Osserwald, wo wir auch über eine kleine Lichtung gehen.

Der Kleine Osser erhebt sich links des Weges. Wir kommen an einem Geräteschuppen vorbei und könnten bei einer Schutzhütte nach links einen kleinen Abstecher zur Künischen Kapelle, geziert mit einer kleinen Zwiebelhaube, unternehmen. Die Grenzkapelle wurde aus Natursteinen vom „Weißen Riegel“ gemauert.

Nach rechts geht es zum Großen Osser mit Gipfelkreuz hinauf, der ein beliebtes Wanderziel ist. Hier oben ist auch die Osserbergwacht. Vom Ossergipfel genießt sich ein weiter Blick zum Nachbarn Tschechien, über den Böhmerwald und zum Großen Arber (1.456m). Bei guten Sichtverhältnissen kann man bis in die Alpen schauen. Wir nutzten die Gelegenheit zu einer Rast.

Ein grenzübergreifendes Skulpturenprojekt steht dort mit dem Berührstein, einem örtlichen Felsen, der bearbeitet, um Berührung bittet – dem Stein die Hand reichen sozusagen. Der Rückweg folgt ein kleines Stück dem Grenzverlauf und führt uns durch den Wald zum Parkplatz.

Bildnachweis: Von Rosa-Maria Rinkl [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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