Niederlauken

Das im Sattelbachtal gelegene Niederlauken gehört zur Gemeinde Weilrod im Weiltal. Der kleine Mittelgebirgsort ist gut an das Wandernetz des Naturparks Hochtaunus angeschlossen und bietet auch Natur- und Tierfreunden kleine Besonderheiten.

Rund um den Ort liegen zwölf kleine Biotope, die von Forstamtsmann Waldemar Müller eingerichtet wurden. Sie bestehen heute ohne jeden Einfluss durch Menschenhand und können sich so in ihrem natürlich Rhythmus entwickeln. Das gefällt vielen Tierarten, u.a. dem Feuersalamander, der in Niederlauken wieder heimisch ist.

Neben den Biotopen gibt es in Niederlauken auch drei Fischerweiher: einen im Borngewann, einen in der Bruchwiese und einen im Emmerichshain. Diese Weiher sind alle im Privatbesitz und werden nach ökologischen Grundsätzen betrieben. Sie bieten somit der Flora und Fauna einen weiteren natürlichen Lebensraum und die Möglichkeit, sich zu entfalten

Wer Fledermäusen zugetan ist, wird sich einen Abstecher zum 1940 angelegten Schutzbunker in der Ratsgasse nicht entgehen lassen. Im Bunker befinden sich zahlreiche dieser kleinen Jäger und ziehen hier ihren Nachwuchs heran. Betreten kann man den Bunker nicht. Dieser ist jedoch seit 2001 mit einer Eisengittertür ausgestattet und somit kann man die kleinen Räuber gerade zur Dämmerung hin und her fliegen sehen, wenn sie auf Jagd gehen.

Der Ortskern von Niederlauken wird durch einige hübsche Fachwerkhäuser und die Kirche aus der Mitte des 19. Jahrhunderts geprägt. Einmal im Jahr lässt es das 450-Seelen-Dorf so richtig krachen: Über Pfingsten steigt das Heckenfest, das weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt ist. Zum Heckenfest wird auch das Laubmännchen gefeiert, ein vorchristliches Fruchtbarkeitsfest, das sich bis heute als Tradition bewahrt hat.

Einen Kilometer südlich von Niederlauken liegt Oberlauken mit der hübschen Oberlaukener Kapelle. Das Baujahr der Kapelle ist unbekannt, als gesichert gilt jedoch, dass die Kapelle vor der Reformation bestanden haben muss. An der Kapelle steht eine Linde, die irgendwann in ihrer Jahrhunderte alten Geschichte in drei Stammteile auseinandergebrochen ist. Doch alle drei entwickelten sich im Laufe der Zeit als kräftige Einzelstämme. Insgesamt sechs Linden umrahmen heute das gepflegte Kulturdenkmal der Oberlaukener Kapelle. Das Ensemble ist als Naturdenkmal geschützt.