Niederhausen (Nahe)

Sehr malerisch an der Nahe liegt Niederhausen, dessen Besiedelungsspuren bis in die Römerzeit zu verfolgen sind. Der Weinort verfügt über circa 120ha Rebflächen und 180ha Wald. Darüber hinaus ist der Stausee Niederhausen ein Anziehungspunkt. Bei Niederhauen wird die Nahe gestaut, um Strom zu erzeugen. Der Niederhäuser Stausee mit seiner Fläche von 30ha ist ein beliebtes Ziel für Angler und Wassersportler.

In Niederhausen sehr hübsch anzuschauen ist die heute evangelische Kirche. Die ehemalige St. Mechthildis-Kirche ist eine Wehrkirche mit romanischem Langhaus und spätgotischem Chor. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert. Ihr Turm wurde im 15. Jahrhundert verändert. Im Inneren finden sich noch Fresken.

Auf dem Niederhäuser Weinwanderweg (5km) genießt man die Aussichten auf Niederhausen und den Stausee Niederhausen. Am Rundweg selbst sind fünfzig Erläuterungstafeln angebracht, die unter anderem die Arbeit der Winzer in den Weinbergen und die verschiedenen Rebsorten erklären. Natürlich gibt es auch einige Weinlauben und Ruhebänke, von denen man die wunderschöne Aussicht über das Tal genießen kann.

Westlich von Niederhausen liegt auf einer kleinen Anhöhe das Gut Hermannsberg. Es entstand zu Beginn des letzten Jahrhunderts als staatliche Weinbaudomäne und agierte unter dem Namen Königlich-Preußische Weinbaudomäne Niederhausen-Schloßböckelheim. Das gesamte Weingut, das nach wie vor produziert, steht unter Denkmalschutz. Darunter fallen Verwaltungsgebäude, Kelterhaus im Jugendstil, ein Direktorenwohnhaus, Arbeiterbehausungen und ein Umspannturm sowie die Weinberge.