Niederelbert

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Eines der schönsten Dörfer der Republik könnte Niederelbert sein – das legen jedenfalls die Landes- und Bundessiege bei den Wettbewerben „Unser Dorf soll schöner werden“ und „Unser Dorf hat Zukunft“ nahe. Diese stehen hoffentlich nicht in Verbindung mit der Tatsache, dass der ehemalige SPD-Chef und Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz – Rudolf Scharping – in Niederelbert geboren worden ist.

Niederelbert wird von drei Bachläufen passiert: Dem Stelzenbach und den ihm zufließenden Gambach und Weiherhellbach. Am Ortsplatz in der Dorfmitte steht das turmgekrönte, zweigeschossige Gemeindehaus von 1833. In ihm fanden früher alle öffentlichen Einrichtungen Platz, vom Backhaus bis zur Kapelle. Vor dem Rathaus steht ein schön hergerichteter Dorfbrunnen, in dessen Hintergrund sich die erst 1910 erbaute neuromanische Pfarrkirche in den Hang des ansteigenden Hähnchens (353m) drängt.

Im Gambachtal auf der Westseite von Niederelbert wurde 1999 ein Biotoplehrpfad angelegt, der als Rundweg über zwanzig Stationen und 3,4km Distanz führt. Besonders interessant ist die letzte Station, die Orchideenwiese. Hier wachsen zahlreiche der in Deutschland vorkommenden sechzig Orchideenarten. Speziell zur Blütezeit von Ende Mai bis Mitte Juli bietet die Orchideenwiese einen beeindruckenden Anblick. Der Biotoplehrpfad beginnt in der Südstraße und führt teils durch den Wald, an Bachläufen vorbei und kann bei jeder Witterung auch mit dem Kinderwagen begangen werden.

Direkt in der Ortsmitte am Rathaus beginnt der mit einem weißen Hahn auf grünem Grund ausgeschilderte Gickelsweg. Der Gickel – mundartlich für Hahn – ist das Wappentier von Niederelbert und soll den Stolz und die Wehrhaftigkeit des Niederelberter Bürgertums symbolisieren. Der Gickelsweg führt an der katholischen Kirche vorbei heraus aus Niederelbert. Man durchquert Felder, Wiesen, Wald und passiert kleine Bäche. Immer wieder bieten sich schöne Blicke auf den Ort und in den Westerwald hinein. Den besten Ausblick genießt man vom Aussichtspunkt Steinkaut (Steinbruch). Die etwa acht Kilometer lange Strecke kann bei jeder Witterung begangen werden.