Niederdollendorf

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Die zwischen Königswinter und Beuel gelegenen Orte Niederdollendorf und Oberdollendorf sind erst seit 1144 geteilt. Vorher gab es nur ein Dullendorp, das urkundlich erstmals 966 von Kaiser Otto I. erwähnt wurde.

Doch die Geschichte reicht noch länger zurück. 1901 wurde im heutigen Niederdollendorf ein fränkischer Grabstein aus dem 7. Jahrhundert gefunden, der möglicherweise die älteste Christusdarstellung in Deutschland darstellt. Aber sicher sind sich die Gelehrten da nicht. Sicher ist nur, dass die Niederdollendorfer Grabstele heute im Rheinischen Landesmuseum in Bonn ausgestellt wird und wie die Funde des Neandertalers zu den Meisterwerken der Ausstellung zählt.

Eingefasst vom Rhein und des östlich verlaufenden rechtsrheinischen Bundesstraße B 42 wird Niederdollendorf von der katholischen Pfarrkirche St. Michael dominiert. Ihr Turm stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert. Das Kirchenschiff wurde 1910 für eine Vergrößerung und zur Reparatur von Wasserschäden etwas versetzt im neugotischem Stil neu errichtet und das bisherige Schiff anschließend abgebrochen.

Am Rhein findet sich in Niederdollendorf heute noch einer von zwanzig Myriametersteinen, die ab 1864 zur ersten Gesamtvermessung des Rheins von der Mitte der Rheinbrücke in Basel bis zur Rheinmündung alle 10.000m aufgerichtet worden sind. Die Myriametersteine wurden aus Ibbenbürener Sandstein hergestellt und hatten ein Format von ca. 120x50x50cm. Alle vier Seiten waren beschriftet. Die rheinseitige Angabe AP beschreibt die Höhe des Steins über der Amsterdamse Peil (Amsterdamer Pegel, entspricht NN). Landseitig wurden die Entfernungen von Basel und bis Rotterdam angegeben.