Neunkircher Höhe

Die Neunkircher Höhe (605m) ist der höchste Berg im hessischen Teil des Odenwalds. Die Neunkircher Höhe liegt im Gebiet der Gemeinde Lautertal. Ihren Namen verdankt sie dem zu Modautal zählenden Neunkirchen. Die Modau entspringt an der Neunkircher Höhe.

Die Modau fließt auf 44km Länge von der Neunkircher Höhe dem Rhein zu, den sie am Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue erreicht. Ebenfalls an der Neunkircher Höhe entspringen die Lauter (die nach 32km bei Gernsheim in den Rhein mündet) und der Mergbach. Der Mergbach ist der Hauptquellbach der Gersprenz, die durch Zusammenfluss von Mergbach und Osterbach entsteht und dann noch 51km vor sich hat, bis sie bei Mainhausen den Main erreicht.

Auf der Neunkircher Höhe stehen auch zwei Türme: Ein Radarturm, mit dem der südwestdeutsche Luftraum überwacht wird, und ein Aussichtsturm: der Kaiserturm. Der 34m hohe Kaiserturm wurde 1906-07 auf Gadernheimer Gemarkung erbaut. Im Turm befindet sich „die höchste Wirtschaft“ des Odenwaldes; nur zu deren Öffnungszeiten am Wochenende kann der Turm bestiegen werden. Von der Aussichtsplattform fällt der Blick in den Odenwald, zur Pfalz und über Frankfurt am Main hinweg bis zum Taunus.

In Neunkirchen ist die einstige Wallfahrtskirche mit einer Quelle St. Cosmas und Damian auffällig, nicht nur wegen ihres bienengelben Anstrichs. Im Inneren wurden Fresken entdeckt. Ein erster Kirchbau an diesem Ort wird für das 13. Jahrhundert angenommen. Man nimmt an, dass der gotische Bau spätromanische Bauteile beinhaltet. Nach Blitz und Feuer mussten große Teile der Kirche abgerissen werden und ein Neubau erfolgte Mitte des 18. Jahrhunderts unter Pfarrer Lichtenberg.

Im westlich von Neunkirchen liegenden Brandau ist eine wasserbetriebene Mühle sehenswert, die Neumühle. Auf dem schmucken Rathaus, teils massiv, teils verkleidet und teilweise aus Fachwerk, ist ein Dachreiter mit einer Turmuhr, die nur einen großen Zeiger hat.

Regionaler Bezug:

Hessen Kreis Bergstraße
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