Naturschätze und geschichtliche Spuren auf der "Langen Rhön"


Erstellt von: mondim
Streckenlänge: 27 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 29 Min.
Höhenmeter ca. ↑530m  ↓530m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Tour entführt sie in das Naturschutzgebiet Lange Rhön, einer Hochebene auf von 800 – 900 m NN und ist Bestandteil des Biosphärenreservats Rhön. Auf der Hochebene ist das Wetter oft sehr rau und windanfällig. Oftmals ist die Lufttemperatur einige Grade unter der im Tal. Der Winter hält sich hier besonders lang und der Frühling und Sommer geben nur ein kurzes Gastspiel.

Das Gebiet wird vom Premium-Weitwanderweg Hochrhöner durchzogen, auf dessen Spuren die gesamte Rhön von Südenwesten nach Nordosten entdeckt werden kann. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs gehört zur Rhön auch wieder die Thüringische Rhön. Auch für das leibliche Wohl wird an verschiedenen Stätten für den Wanderer der Langen Rhön gesorgt. Am Infozentrum Schwarzes Moor, der Sennhütte oder der Rother Kuppe kann man sich nach den Anstrengungen der Wanderung wieder stärken.

Die Wanderung beginnt am Wanderparkplatz Birxgraben etwas oberhalb von Seiferts im oberen Ulstertal. Wir durchschreiten auf schmalem Pfad den Birxgraben, einem Entwässerungsgraben der Langen Rhön, der auf einigen Holzbrücken gequert wird. Weiter führt der Weg steil bergauf, meist auf schmalem Pfad zum Dreiländereck, wo sich Hessen, Bayern und Thüringen berühren.

Es wird merklich flacher und wir haben die Hochebene der Langen Rhön erreicht. Wir stoßen auf die gelbe Markierung des Hochrhöners, einem bauchigen o mit Strich darüber. Dieser Markierung folgen wir mit Blick zur Wasserkuppe, der höchsten Erhebung der Rhön 950 m, Richtung Heidelstein mit dem markanten Fernsehsender des bayerischen Rundfunks. Auf dem Hinweisschild steht 9 km bis zum Heidelstein.

Wir umlaufen das Gebiet des Stirnbergs, dessen Renaturierung wissenschaftlich begleitet wird. Wir nutzen einen kurzen Abstecher des regionalen Rundwegs 10 um das NSG Steinkopf 888 m NN zu entdecken. Der Steinkopf ist in seiner Kernzone von dichtem Buchenwald gekrönt. Jetzt folgt noch ein kurzer wegloser Abstieg über Blocklava an den Fuß des Heidelsteins (Vorsicht bei Nässe, Trittsicherheit ist erforderlich).

Wir befinden uns hier am Wanderparkplatz Schornhecke, der auch Ausgangspunkt der Extratour "Hochrhöntour" ist. Weiter geht es ohne größere Höhenunterschiede bis zur Hochrhönstraße, einer Verkehrsverbindung über die Hochfläche der Rhön. Auf schmalem Wiesenpfad entlang der Hochrhönstraße geht die Wanderung weiter Richtung Schwarzes Moor. Wir verlassen die Hochrhönstraße und auf dem regionalem Wanderweg 5, 6 treffen wir auf einen echten Wasserfall. Den Eisgrabenwasserfall, der zwar nur 1 m hoch ist, aber die Lange Rhön entwässert.

Die Wanderung führt weiter vorbei am Rhönhof, einem Musterhof der Nazis, die in den 30 iger Jahren gegen jede Vernunft und klimatische Widerstände in der Hochrhön eine ertragreiche Landwirtschaft betreiben wollten. Der Rhönhof, der lange Zeit dem Wanderer Speis und Trank bot, ist seit ein paar Jahren verwaist und wird nicht mehr betrieben. So müssen wir uns gedulden bis zum Infozentrum Schwarzes Moor, wo wir die Rast nachholen können. Das Schwarze Moor ist neben dem Roten Moor eines der bedeutendsten Hochmoore der Rhön. Es kann über einen ca. 2 km langen Bohlenpfad erkundet werden.

Unser Weg geht Richtung ehemaliger Staatsgrenze. An der Grenze stoßen wir auf den Kolonnenweg der "Grenzschützer der DDR". Wir schwenken nach links und vor uns liegt der befestigte Plattenweg, der zu meiner Zeit mit Löwenzahn übersät war. Am Ende des Weges stoßen wir auf die L 1123. Leider müssen wir auf der Asphaltdecke einige hundert Meter abwärts steigen bis wir den Wanderweg im Birxgraben erreichen. Auf bekanntem Weg erreichen wir nach 1000 m unseren Ausgangspunkt.

Weniger schwer wird die Tour, wenn wir am Parkplatz bei Schwarzen Moor beginnen und enden. Dann sparen wir uns den Anstieg zum Dreiländereck und den Abstieg über den betonierten Kolonnenweg bei Birx. Die Tour wird dadurch ca. 7 km kürzer.

Artikel bei twitter teilenArtikel bei Facebook teilenArtikel per Email versendenDer Inhalt dieser Seite unterliegt der Creative Commons Attribution/Share Alike-Lizenz. © mondim via ich-geh-wandern.de