Waldmünchen im Oberpfälzer Landkreis Cham liegt nah an der Grenze zu Böhmen und Tschechien und war auch schon zu kriegerischen Zeiten bedeutsam als Durchmarschgebiet. Die Route bezieht Heerwege und Poststraßen von einst mit ein, die während der Napoleonischen Kriege (1790er Jahre bis 1815) von französischen Truppen in Richtung Böhmen begangen und beritten wurden.
Waldmünchen ist zudem ein Etappenort am Goldsteig durch den Oberpfälzer und den Bayerischen Wald. Der Ort hat einige interessante Rundwege angelegt, auch zum 1.042 m hohen Čerchov (deutsch Schwarzkopf) im Böhmerwald in Tschechien. Der Napoleonweg bezieht Kultur und Natur ein und startet an der Böhmerstraße, an der Kreuzung mit dem Pflegerschloss, in dessen Nähe auch das Grenzland- und Trenckmuseum ist.
Wir kehren dem Städtchen erstmal den Rücken und folgen dem GPS durch die Krautgasse mit leichtem Anstieg, streifen den Ferienpark Hagbügerl und kommen durch den Mischwald zu einem Kneipp-Becken an der Zapfenwiese. Wir folgen ein Stück dem Bächlein und nördlich von Perlhütte biegen wir nach rechts in das Sträßchen nach Arnstein ein, das wir am Rand auf dem Weg streifen, zum höchsten Punkt bei etwas unter 700m. Wir wandern nochmal durch den Wald, etwas abwärts und am Dürrenberg nochmal etwas rauf. Ab da wieder abwärts, auch mit Feldflur.
Die Straße zwischen Waldmünchen und der Grenze zu Tschechien wird auf Höhe von Schmadererhammer gequert. Wir treffen auf die Auwiesen an der Böhmischen Schwarzach, wandern gen Süden zum 1962 angestauten Perlsee. Er dient dem Hochwasserschutz, der Energiegewinnung und der Naherholung, mit Campingareal und Badestränden.
Schließlich kommen wir nach Waldmünchen zum Böhmerkreuz. Es markiert eine Poststraße und erinnert an die Zeit, in der Napoleons Armeen die Grenzregion durchquerten. Sie waren auf dem Hinmarsch in Richtung Böhmen im Rahmen der Koalitionskriege. Durch die Böhmerstraße gelangen wir schließlich zum Ausgangsort zurück.
Wir erweitern das Wandererlebnis um einen Besuch des Marktplatzes mit Brunnen und Denkmälern, wie dem grün gestrichenen Rathaus (1907) mit Erker, Turm und Glockenspiel. An einem Platzende steht die neoromanische Kirche St. Stephan, die im Kern mittelalterlich (14. Jahrhundert) ist und oftmals wieder aufgebaut und erweitert wurde.
Bildnachweis: Von Blauloke [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons
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