Mit 1.042m ist der Čerchov (deutsch Schwarzkopf) der höchste Gipfel im Umland von Waldmünchen und ein geschichtsträchtiger sowie beliebter Aussichtsgipfel im Böhmerwald auf der Seite von Tschechien. Aufgrund seiner prominenten Grenzlage wurden auf seinem Gipfel Aufklärungsstationen betrieben. Bereits die Wehrmacht sperrte den Berg und erst mit dem Ende des Kalten Krieges wurde der Gipfel ab 1990/91 wieder öffentlich zugänglich. Der Aussichtsturm ist seit Juli 2000 für Besucher wieder nutzbar.
Wir starten am Ostrand von Waldmünchen im Oberpfälzer Landkreis Cham auf rund 600m, beim Parkplatz Keilbügerlweg. Waldmünchen liegt im südlichen Oberpfälzer Wald und im Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Dem Weg folgen wir gen Osten und da öffnet sich schon die Runde, in die wir nach rechts einbiegen. An der nächsten Abbiegung gehen wir nach links durch den Mischwald, immer weiter ansteigend, über das Böhmeck und über die Grenze. Hier ist der Grenzübergang Lehmgrubenweg auf rund 844m und ein Unterstand mit Rastmöglichkeit.
Weiter geht’s bergan über den Berg Skalka (1.005m) und dann erreichen wir den Čerchov mit seinen Türmen, von denen einer als Aussichtsturm fungiert. Gastronomie ist auch vorhanden. Wo sich einst militärisch überwacht wurde, ist Gastlichkeit eingezogen! Die erste Berghütte heroben für Fuß- und Skiwanderer wurde erstmals 1897 eröffnet. 1905 wurde der Kurz-Turm (nach dem Erbauer benannt) errichtet. Die Panoramaaussicht fällt über das Bayerisch-Böhmische Grenzland und bei guten Witterungsbedingungen lassen sich sogar die Alpen blicken. Die Militärvergangenheit steckt dem Gesamtensemble noch ein wenig in den verbliebenen Resten, wenngleich einiges abgerissen wurde oder umgewidmet und neu vertäfelt. Ein sehr interessanter Ort!
Von dem aus wandern wir dann abwärts durch den Mischwald, streifen Černá Řeka in Tallage und kommen durch den Wald über die Grenze zurück. Im Wald bei Waldmünchen sehen wir an einer Wegekreuzung ein Mühlrad an der Teufelsbrücke nebst Rastpavillon, passieren den Stadtbach und treffen den Kohlenmeiler mit Rast und Informationen zum alten Handwerk, ausgeführt unter Anstrengung, in Abgeschiedenheit und mit sehr wenig sozialer Anerkennung. Mit wenig Mühsal wandern wir das letzte Stück zum Ausgangsort zurück. Waldmünchen will auch noch entdeckt werden! Nördlich davon lädt der Perlsee zum Baden ein.
Bildnachweis: Von Schmid Marco, Thanried - Stamsried [CC BY-SA 3.0 DE] via Wikimedia Commons
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