Rundtour von Waldmünchen um den Perlsee (Oberpfälzer Wald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 49 Min.
Höhenmeter ca. ↑259m  ↓259m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Erholungsort Waldmünchen an der Grenze zu Tschechien, im Oberpfälzer Wald, am Oberlauf der Schwarzach, die hier zum Perlsee aufgestaut ist, ist ein Luftkurort (auf rund 514m) mit einer über 1.000jährigen Geschichte. Ein ordentliches Spektakel bietet Waldmünchen mit den Freilichtfestspielen im Sommer: „Trenck der Pandur“, das die Geschichte des Freiherrn Franz von der Trenck, einem gefürchteten Pandurenoberst, lebendig werden lässt.

Der Bahn-Haltepunkt Waldmünchen ist unser Start. Das einstige Empfangsgebäude aus dem Jahr 1895 ist ein Baudenkmal. Wir gehen ins Zentrum von Waldmünchen, zum Marktplatz mit Baudenkmälern, dem Rathaus und den Brunnen aus dem 18./19. Jahrhundert sowie einer Nepomuk-Figur. Das Rathaus mit Glockendachreiter und Zwiebelhaube stammt aus dem Jahr 1907 und wurde im Neubarock gestaltet.

Die katholische Stadtpfarrkirche St. Stephan prägt als nächstes das Ortsbild. Die dreischiffige Basilika mit Querhaus ist im Kern mittelalterlich (14. Jh.). Nach den Stadtbränden von 1658 und 1708 wurde sie erneuert, wobei der Stadtturm (16. Jh.) einbezogen wurde. Ihn ziert eine Turmzwiebel. In der Böhmerstraße finden sich weitere Baudenkmäler.

Nächstes touristisches Ziel ist das Grenzlandmuseum im Schloßhof und im einstigen Schergenhaus, das im Kern aus dem 16. Jh. stammt. Das Museum zeigt die Besonderheiten im „Grenzland“ und die Geschichte der wilden Panduren um den Anführer Trenck (1711-1749), einer zentralen Figur im österreichischen Erbfolgekrieg (1740-1748). Stadtgeschichte, Leben und Arbeiten oder die Glasproduktion, sind weitere Themen im Museum. Die Glasproduktion war vom 16. -19. Jh. für Waldmünchen bedeutsam und man hat ihr einen 8,6km langen Glasschleiferweg gewidmet.

Am Schloßhof/Hofgartenstraße findet sich auch das einstige Pflegschloss und Landgericht mit Wurzeln im 15. Jahrhundert. Der Europabrunnen steht hier. In der Nähe ist die Trenck-Tribüne des Freilicht-Theaters um den Einfall der Panduren im Jahr 1742 in Waldmünchen. Freiherr von Trenck, erfolgreich, gebildet und grausam, auch zu den eigenen Mannen, der mit seinen Freischärlern bereits Cham eingenommen hatte, stand vor den Toren Waldmünchens. Er verschonte den Ort gegen die Zahlung einer großen Summe.

Dann wandern wir stadtauswärts in einem Bogen hinauf zur Aussicht Böhmerkreuz. Durch offene Landschaft wandern wir talwärts und gelangen an den Perlsee, der etliche Menschen zur Naherholung einlädt. Der Perlsee (21ha Wasseroberfläche im Schnitt) ist der Stausee am Oberlauf der Schwarzach, wurde 1962 zum Hochwasserschutz, zur Energiegewinnung und für Freizeitgestaltung angelegt. Es gibt Badestrände, Camping, Wassersportmöglichkeiten und anderes mehr für unterschiedlichen Altersgruppen. An der Ostseite wurde ein Kräutererlebnispfad angelegt. Von der Ostseite des Perlsees wandern wir entlang der Schwarzach, queren sie und wandern an der Westseite zurück. Via Ölbergstraße gelangen wir zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Schmid Marco, Thanried - Stamsried - selbst fotografiert, CC-BY-SA 3.0, Link

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