Muggendorfer Höhlenwanderung mit Burg Neideck (Fränkische Schweiz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 10 Min.
Höhenmeter ca. ↑489m  ↓489m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Streitberg und Muggendorf bilden den Kern des Marktes Wiesenttal und beide zusammen einen vertiefenden und erhöhenden Blick ins die geologische Geschichte des Frankenjura. Taschenlampe ist auf der Runde wichtig! Rund um diesen Wiesenttalabschnitt führen alle Wege irgendwann vorbei am Wahrzeichen der Burg Neideck. Schwingbogen, Brunnsteinhöhle, Sommerrangen, Rosenmüllerhöhle, Frauenstein … Fränkische Schweiz at it’s best. Übrigens war diese früher nach Muggendorf benannt: Muggendorfer Gebürg.

Die fränkische Erdgeschichtserkundung starten wir ab Parkplatz Langes Tal an der B470, die Streitberg westlich mit Muggendorf südöstlich verbindet. Langes Tal heißt auch der Wanderweg, den wir einschlagen. Die ersten 1,5km führen bergauf und wird sind von Mischwald umgeben. Schwingbogen und Brunnsteinhöhle sind die ersten Formationen, die unsere nähere Aufmerksamkeit bündeln. Die Felsenbrücke macht ihrem Namen alle Ehre.

Die Brunnsteinhöhle liegt zusammen mit der Schönsteinhöhle im Flur Sommerrangen. Die Höhlensysteme gehen ineinander über. Die Schönsteinhöhle ist demnach eine Durchgangshöhle. Die Brunnsteinhöhle ist etwa 30m südwestlich der Schönsteinhöhle und ihr Eingang verlockt nicht gerade. Die Schönsteinhöhle wird mittlerweile so stark von Höhlenfans frequentiert, dass Schutzmaßnahmen ergriffen werden mussten.

Durch den Wald, vorbei am Burgblick, durch kultiviertes Gelände und wieder Wald geht’s zum Brunhildenstein. Nach rund 4km sind wir auf fast 500m Höhe und bei der Rosenmüllerhöhle, die 1790 entdeckt wurde. Das hatte so gefreut, dass man die wunderbare Tropfsteinhöhle mit Besuchern teilen wollte. Sie war zum Schluss sogar frei zugänglich. Aber: Es gibt scheints Menschen, die alles gebrauchen können und deswegen sind in der 112m langen Höhle mit rund 16m hohem Hauptraum keine Tropfsteine mehr.

Bald sind wir in Muggendorf mit der evangelisch-lutherischen Kirche St. Laurentius, deren Kern spätgotisch ist, ansonsten aus dem 17./18. Jh. stammt. In Muggendorf beherbergt der Bahnhof das Informationszentrum Naturpark-Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst.

Mit der Forchheimer Straße überqueren wir die Wiesent. Es geht hinauf zum aussichtsreichen Frauenstein. An Trainmeusel sowie den Trainmeuseler Brunnen vorbei, passieren wir die Neideck-Grotten und gelangen zur Burg Neideck. Neideck soll für „niederes Eck“ stehen. Die Burgruine klammert sich mit ihrem Wohnturm an einen Felssporn. Die Gesamtanlage muss einst stattliche Ausmaße gehabt haben. Ihre Geschichte geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Wir schlagen den Hellmut-Kunstmann-Weg ein, passieren Haag, die Wiesent und die B470, haben rechts den Wöhrer Schacht nebst Wald, links offene Landschaft und vor uns das Ende der Runde.

Bildnachweis: Von Sven-121 at de.wikipedia - Selbst fotografiert, Gemeinfrei, Link

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