Mertener Höhe

Merten, ein Ortsteil der Gemeinde Eitorf, liegt am Fuße einer bewaldeten Höhe am Übergang vom Siegtal zum Nutscheid inmitten einer großen Schleife der Sieg. Der Höhenrücken oberhalb des Ortes wird als Mertener Höhe bezeichnet. Hier finden sich die kleinen Weiler Leye, Büsch bei Merten, Weiden, Balenbach, Bruch und Hohn, die ebenfalls zur Gemeinde Eitorf zählen.

Auf der Mertener Höhe wurde 1792 an der Wegkreuzung zwischen Hohn und Bruch eine Kapelle zu Ehren des heiligen Franziskus errichtet. Die Brucher Kapelle wurde 1928 erweitert; bis 1965 wurden hier Gottesdienste abgehalten. An Christi Himmelfahrt gab es eine Prozession von Merten aus zur Brucher Kapelle. Heute findet an Christi Himmelfahrt das jährliche Kapellenfest statt, mit dessen Erlös die Kapelle erhalten wird, die sich mittlerweile im Besitz des Heimatvereins Eitorf befindet.

Der Ort Büsch entstand aus einem mittelalterlichen Sattelhof. Der Inhaber des Hofes musste seinem Lehnsherrn im Kriegsfall einen Sattel nebst dazugehörigem Pferd, Recken und Ausrüstung stellen, zur damaligen Zeit der Gegenwert eines kleinen Einfamilienhauses.

Westlich der Mertener Höhe, quasi gegenüber von Bülgenauel auf der anderen Siegseite, erhebt sich der Stachelberg (210m), der bereits auf der Gemarkung von Ruppichteroth liegt. Der Stachelberg ist ein beliebter Ausgangspunkt für Drachenfliegen und Paragliding über dem Nutscheid und dem Siegtal. Auch Wanderer genießen den schönen Blick, den man von hier auf die Siegschleifen hat.

Richtig rund geht es auf der Mertener Höhe beim Maifest in der Nacht zum 1. Mai. Dann stellt der Maiclub am Waldrand zwischen Bruch und Hohn einen Maibaum auf und entzündet ein riesiges Lagerfeuer.