Menzenschwander Wasserfälle und das Herzogenhorn (Schwarzwald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑1026m  ↓1026m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Naturpark Südschwarzwald, zwischen Feldberg-Ort und Bernau, binden wir zwei Schleifen. Die erste ist um die märchenhaften Menzenschwander Wasserfälle, die südwestliche um das Herzogenhorn. Beim den Menschenschwander Wasserfällen verläuft auch der Schwarzwälder Genießerpfad Menzenschwander Geißenpfad.

Wir starten auf rund 903m auf einem Wanderparkplatz beim Albhof am Wasserfall, den wir von der Hinterdorfstraße aus erreichen. Beim Zum Kuckuck biegen wir auf den Weg Alpschlucht und wandern aufwärts zu dem beliebten Ausflugsziel mit dem Bachlauf der Menzenschwander Alb. Die Menzenschwander Wasserfälle schließen das Menzenschwander Gletscher-Trogtal im Norden ab.

Das Wasser kommt vom Feldberg und hat während und nach der Eiszeit eine malerische Schlucht gegraben, mit bis zu 30m hohen Felswänden und den bezaubernden Menzenschwander Wasserfällen. Via Treppen und Brückchen kann man diesen bezaubernden Ort begehen und erhält unterschiedlichste Blickwinkel in das Naturschauspiel, das zwischen Mai und Oktober an den Abenden von Mittwoch, Samstag und Sonntag illuminiert wird.

Auf und ab geht es an der Ruckenhütte vorbei, mit Aussichten, an die Arme des Kriegsbachs, wo wir nach rund 4,3km in einen ca. 1,6km langen Abschnitt bergan gehen, den wir nach der Herzogenhornrunde wieder abwärts wandern werden. An der Strecke ist die Schutzhütte Finsterbühl.

Wir kommen über Wiesen auf den Herzogenhornweg, an den sich ein kleiner Naturlehrpfad heftet. Uns zieht es direkt zum Herzogenhorn-Gipfel (1.415m), mit dem recht hohen Kreuz, und dem Alpenblick. Der schweift ins Panorama: Zugspitze südöstlich, Mont Blanc südwestlich und in die Rheinebene bis in die Vogesen. Nördlich ist das Leistungszentrum Herzogenhorn für Hochleistungssportler. Am Herzogenhorn wurden auch Festungsbauten verortet.

Die Runde bringt uns zum Prägbach, der nahebei seine Quelle hat. Wir wandern ein Stück mit ihm. Der Prägbach ist auch Kanutenroute, die den teils ungezähmten Lauf bezwingen wollen. Nach rund 11km kommen in seinem unteren Bereich an einen Wasserfall, dann verlassen wir ihn, wandern mit Waldbegleitung talwärts, wobei wir auch eine kleine Anhöhe zwischendurch übersteigen, wenn wir auf eine Lichtung treffen und in den Hofeckenweg einbiegen.

Der bringt uns am Skilift-Hofeck vorbei, durch das Urlaubs-Örtchen Hof, das von der Bernauer Alb durchflossen wird. Wir sind auf rund 950m und wandern wieder aufwärts, mit Wiesen und Waldrand, kreuzen den Schwemmbach, via Hofmättleweg und Finsterbühlweg biegen wir auf den bereits bekannten Streckenabschnitt, und vollenden die erste Schleife.

Wir treffen auf kleine Zuflüsse zum Krunkelbach, den wir queren und die Floriansquelle erblicken. Sie ist eine Radonquelle, erfahren wir von einer Infotafel an der Hütte und dass es ein radioaktives Element ist, das durch Zerfall aus Uran entsteht, auf das man im Krunkelbachtal aufmerksam wurde. 

Die Grube Krunkelbach war von 1961 bis 1991 in Betrieb, allerdings umstritten. Der Umweltschutzgedankte und die Ausrichtung auf Tourismus siegten! Wohl auch, weil die Aufbereitung des Urans mit dem Weltmarkt nicht konkurrieren konnte. Man entdeckte, dass das aus der Grube austretende Radon besser für Kuranwendungen genutzt werden und macht das auch. Im Radon-Revitalbad in Hinterdorf soll das Wasser unter anderem bei rheumatischen Erkrankungen Linderung verschaffen. Die Barbaraquelle ganz in der Nähe hat fluoridhaltiges Wasser und das ist im Revitalbad im normalen Schwimmbecken. Wir haben also einen Plan, in rund 1,8km, die uns vom Parkplatz trennen.

Bildnachweis: Von PantaRhei [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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