Mülheim-Speldorf

Spelheim liegt ganz im Nordwesten des Stadtgebiets von Mülheim an der Ruhr. Mit dem Broich-Speldorfer Wald, der auf Duisburger Gelände in den Duisburger Stadtwald übergeht, findet sich hier ein rund 30qkm großes zusammenhängendes Waldgebiet. Aber das ist nicht die einzige Grünanlage in Speldorf.

Der Raffelbergpark entstand auf dem ehemaligen Gelände des Solebads Raffelberg. Der Raffelbergpark wurde 1909 angelegt und damals hieß es: „Dem Kranken zur Heilung, dem Gesunden zum Vergnügen“. Der östliche Teil des Parks war im Stil eines französischen Barockgartens gestaltet, der nördliche wurde wie ein englischer Landschaftsgarten angelegt. Aus einem kleinen Tümpel wurde ein Weiher.

Das ehemalige Kurhaus und Kinderheim wurde umgebaut, so dass dort kleine Unternehmen Platz fanden und das Theater an der Ruhr. Einen schönen Blick über Park und Ruhrauen hat man vom einstigen Eingang zum Solebad, der als Aussichtspunkt künstlerisch gestaltet wurde. Das Theater an der Ruhr wurde 1980 gegründet und spielt in der Mülheimer Stadthalle und im Kurhaus. Auch im Ausland tritt das Ensemble auf. Mit dem „Jungen Theater an der Ruhr“ wird Jugendförderung betrieben.

Der Rhein-Ruhr-Hafen liegt am Unterlauf der Ruhr und ist ein Binnenhafen, der im Jahr 1913 zur Steigerung der Wirtschaftskraft von Mülheim an der Ruhr angelegt wurde, so der Beschluss. Die Ruhrschifffahrt war nämlich durch das Aufkommen der Eisenbahn merklich zurückgegangen, bis hin zum Erliegen. Der Hafen mit der Ruhrschleuse Raffelberg und dem Ruhrschifffahrtskanal ist verbunden mit dem Rhein-Herne-Kanal, mit den Duisburg-Ruhrorter Häfen über die Schleuse Meiderich und mit dem Rhein über die Ruhrschleuse Duisburg. Der Nordhafen liegt am Schifffahrtskanal und der Südhafen bildet ein Hafenbecken. Der Rhein-Ruhr-Hafen mit rund 360 Unternehmen das größte Gewerbegebiet Mülheims.

Begibt man sich vom Hafen aus einmal quer durch Speldorf bis an den Rand der Bebauung und an die Grenze zum Broich-Speldorfer Wald, gelangt man auf den Wolfsberg und zur Wolfsburg. Das ist keine Burg im üblichen Sinne, sondern heute eine Bildungsstätte des Bistums Trier in einem denkmalgeschützten Gebäude. Wolfsburg wurde das 1906 gebaute Haus mit Formen des Historismus und Jugendstil genannt, weil man dort im Wald den letzten Wolf erschossen hatte. Zur Bauzeit war die Wolfsburg ein beliebtes Ausflugsziel, Gästehaus und Kurhotel des Solebads. Man konnte sogar auf einem Esel von der Ruhr aus auf die Anhöhe reiten.

Die evangelische Kirche in Speldorf an der Duisburger Straße wurde im Lutherjahr 1883 eingeweiht. Die Lutherkirche in Speldorf wurde nach den gleichen Plänen gebaut, wie die Immanuelkirche in Styrum. Da sparte man sich schon mal den eigenen Architekten. Die dreischiffige Kirche entstand im Stil der Neugotik und aus Backsteinen. Ihr 50m hoher Turm kam erst zwölf Jahre später dazu.

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