Mühltal-Rundwanderung


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 16 Min.
Höhenmeter ca. ↑543m  ↓543m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Mühltal ist eine Gemeinde südlich von Darmstadt im Übergang der Rhein-Main-Ebene in den Odenwald. Durch die Gemeinde fließt die Modau und eine Reihe kleinerer Nebenbäche gesellen sich dazu. Viel Wasser, was einst für viele Mühlen genutzt wurde und den Namen von Mühltal präzise herleitet.

Die Rundwanderung beginnt am Parkplatz Schlossgartenstraße in Nieder-Ramstadt. Durch die Dornwegshöhstraße gehen wir nach Trautheim und kommen dann in ein Waldgebiet. Durch das wandern wir südwärts. Wir kreuzen die Bundesstraße B 426 auf Höhe der Illigschen Papierfabrik und sind dann im Modautal.

Es geht jetzt ins Waldgebiet am Kohlberg (270m) und wir wandern zum Mordachtal. Die Mordach ist ein kleiner Bach, der bereits 700m nach seiner Quelle in den Beerbach mündet. Im Mordachtal steht Haus Burgwald, das im 17. Jahrhundert als Mühle gegründet wurde und seit 1909 als Klinik für Suchtkranke geführt wird.

Wir kommen in die kleine Siedlung In der Mordach und halten uns hier rechts. Durchs Beerbachtal wandern wir in den Mühltaler Ortsteil Nieder-Beerbach. Dann biegen wir links und kommen zum Gelände des Nieder-Beerbacher Steinbruchs. Wir wandern am Gelände des Steinbruchs vorbei und kommen so in den Kastenwald.

Durch den Kastenwald wandern wir weiter zu Boschel-Hütte, kommen zum Sonnenhof (einer Einrichtung der Nieder-Ramstädter Diakonie) und zur Boschel-Grillhütte. Hier treffen wir wieder auf die Bundesstraße B 426 und spazieren entlang der Modau zum Startpunkt unserer Tour.

67 Wassermühlen arbeiteten einst im Einzugsgebiet der Modau von ihrer Quelle auf der Neunkircher Höhe bis zur Mündung in den Rhein am Kühkopf. So viele Mühlen wie an der Modau gab es selten. Die Mühlenbetriebe nutzten die Kraft des ausreichend verfügbaren Wassers, das hier in den engen Tälern der tief gegliederten Odenwald-Landschaft in günstigem Gefälle zu Tale strömt. Neben der Wasserkraft spielten für den Erfolg der "Bachprinzen" (so wurden die erfolgreichen Müller genannt) auch maßgeblich die gute Verkehrslage bei. Die Mühlen sorgten mehrere hundert Jahre für Wohlstand an der Modau.

Bildnachweis: Von Hewiha [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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