Mühlheim-Dietesheim

Am Mainufer liegt östlich des Stadtkerns der Mühlheimer Stadtteil Dietesheim. Man ist hier städtisch nah und gleichzeitig findet sich ein historischer Ortskern bei der evangelischen Kirche. Ebenfalls gleichzeitig bieten sich bei Dietesheim zwei wundervolle Naturlandschaften an, nämlich einmal die Mainauen an sich und östlich der Bebauung in Richtung Steinheim liegt das große Naherholungsgebiet der Dietesheimer Steinbrüche mit seiner Seenlandschaft.

Die Dietesheimer Steinbrüche sind ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Dort, wo bis 1982 Basalt abgebrochen wurde, entstand auf einem rund 61ha großen Areal ein Rückzugspunkt und Lebensraum für verschiedene seltene Tiere und Pflanzen. Rund 22,5ha der Fläche zeigen sich mit teilweise tiefblauem Wasser in insgesamt elf Gewässern.

Die beiden größten Seen heißen Vogelsberger See und Oberwaldsee. Der Hansteinweiher nördlich der beiden größeren Seen entstand durch den Kiesabbau und ist von einem Angelverein gepachtet. Aufgrund der Steilwände und des Natur- und letztlich auch Menschenschutzes, ist das Baden und Bootfahren in allen Seen untersagt.

Doch auch so bieten die hohen Steilwände und interessanten Felsformationen, die Vegetation und die Vielfalt der Natur, die sich ungestört in den Wasserflächen spiegeln und damit optisch verdoppeln kann, genügend Vergnügen auf einer Wanderung. Die Wege führen einen zu besonderen Aussichtspunkten. Einer davon ist die sogenannte Canyon-Brücke. Die Basalsteinbrüche liegen auch an der Route der Industriekultur. Die Dietesheimer werden auch gern schon mal neckisch „Basalköpp“ genannt.

Die kleine evangelische Gustav-Adolf-Kirche steht in der Untermainstraße und gehört zur evangelischen Friedensgemeinde Mühlheim am Main. Sie war ursprünglich katholisch. Gleich neben dem barocken Kirchlein aus dem Jahr 1771 mit dem Glockendachreiter und Welscher Haube ist das bunt gestaltete Kinderhaus. Auf der gleichen Straßenseite haben sich einige Fachwerkhäuser erhalten. Die katholische Kirche ist ein Bau im Stil der Neugotik und aus dem Jahr 1891. Er zeigt sich mit Ziegelsteinen und einem benachbarten Pfarrhaus. Ein auffälliges kleines Sakralgebäude ist die Wendelinuskapelle in der Bettinastraße in Dietesheim mit dem groß dimensionierten Vorbau vor dem Eingang.

Südlich von Mühlheim am Main liegen die zugehörige Wohnsiedlung Markwald mit dem südlich befindlichen Seerosenweiher und der Stadtteil Lämmerspiel mit der St. Lucia Kirche. Der Seerosenweiher ist ein sogenannter Himmelsteich, d.h. er wird nur durch Niederschläge gefüllt. Aufgrund seiner ökologischen Beschaffenheit in Bezug auf die Wasserqualität, die ausgebildete Pflanzengesellschaft und die Uferstruktur hat sich der Seerosenweiher zu einem Amphibienlaichgewässer entwickelt.

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