Ludwigshöhe (Darmstadt)

Ein besonderer Ausflugsort in Darmstadt und dem südlich der Kernstadt gelegenen Stadtteil Bessungen ist nach wie vor der Bessunger Hausberg, die Ludwigshöhe auf rund 245m, wo man vom Ludwigsturm, der Aussichtsterrasse und der Ludwigsklause aus eine fantastische Sicht genießen kann, bis zum Großen Feldberg (881m) im Taunus und zur Skyline von Frankfurt und natürlich über Darmstadt.

Die Ludwigshöhe wurde nach dem Großherzog Ludwig I. von Hessen und bei Rhein (1753-1830) benannt. Dem Herzog wurde in Darmstadt auf dem Luisenplatz auch ein Denkmal gewidmet, das ein Wahrzeichen von Darmstadt ist und von den Hiesigen Langer Lui genannt wird.

Der Ludwigsturm im historischen Stil, der ein wenig an Burgen erinnert, ist aus Backsteinen gemauert und misst 27,5m. 1882 wurde er errichtet. Es gibt zwei Plattformen. Die untere schließt das den Turm umgebende Rondell ab. Die obere Plattform liegt auf 26,2m Höhe. In der Ludwigsklause muss man zuerst ein Eintrittsgeld entrichten, um hernach die Stufen zu erklimmen und über die Stadt zu schauen.

Noch weiter gucken kann man bei der Volkssternwarte Darmstadt, die sich seit 1981 mit dem Observatorium auf der Ludwigshöhe befindet. In die Volkssternwarte ist auch eine seismische Station des Hessischen Erdbebendienstes integriert. Etliche Wanderwege führen zur Ludwigshöhe und von ihr aus in die Umgebung. Darunter ist auch ein Planetenweg.

Nordwestlich der Ludwigshöhe ist die Stadt Darmstadt dabei, die einstigen Flächen der Cambrai-Fritsch-Kaserne mit einem Gebäudebestand aus den Jahren 1937/38, der Jefferson-Siedlung und der Lincoln-Siedlung umzuwidmen. Rund 314ha ehemals militärisch genutzter Liegenschaften kann Darmstadt als Konversionsfläche mit neuem Leben füllen. Eine große Aufgabe!

Westlich der einstigen Kaserne schließt sich das Naturschutzgebiet Bessunger Kiesgrube an mit einem einstigen Baggersee, der durch den Saubach gespeist wird und in einen unterirdischen Blindsee entwässert. Der Bessunger Kies wurde erstmalig 1701 erwähnt und der Kiesabbau hatte seine Blüte im 18. Jahrhundert. Das Naturschutzgebiet mit dem See und seinen steilen Felsufern darf nicht betreten werden.