Lilienstein-Rundwanderung (Sächsische Schweiz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 3 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 9 Min.
Höhenmeter ca. ↑232m  ↓232m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Einer der markantesten Berge in der Sächsischen Schweiz und der einzig rechts der Elbe gelegene Tafelberg ist der Lilienstein, der sich in einem malerischen Elbbogen 5km westlich von Bad Schandau erhebt.

Touristisch erschlossen wurde er Lilienstein bereits 1708, so alt ist der erste Zuweg auf den Gipfel. Über den führen auch die Fernwanderwege (blaue Markierung) Zittau-Wernigerode, Eisenach-Budapest und der Europäische Fernwanderweg E 3. Vom Lilienstein genießt sich eine herrliche Aussicht, unter anderem zum am Malerweg gelegenen Königstein mit einer der größten Bergfestungen Europas.

Der Lilienstein, dessen Namensherkunft nichts mit Lilien zu tun hat, sondern vermutlich auf den im Mittelalter populären Heiligen Ägidius, wurde in den Nationalpark Sächsische Schweiz mit einbezogen. Wenn man oben ist, hat man eine fantastische Panoramaaussicht über das Elbsandsteingebirge.

Kein Wunder, dass der 419m hohe Lilienstein auch für den Bau einer Burg attraktiv war. So geschehen um 1200. Von der Burg Ylgenstein sind lediglich Mauerreste erhalten, sie war eins böhmisch. Oben werden wir weitere geschichtliche Marken finden. Start ist der Wanderparkplatz Lilienstein an der Liliensteinstraße, die aus Waltersdorf nördlich kommend, das südlich im Elbbogen gelegene Örtchen Ebenheit nebst Feriendorf Schönfelder ansteuert.

Wir werden den Tafelberg von Westen her erkunden und stellen uns auf Stiegen ein. Der Liliensteinwächter begrüßt und wir gehen zur Aussicht Westecke. Herrlich! An der bewirteten Felsbaude Lilienstein vorbei gelangen wir zum Obelisk, an weiteren Aussichten über den Elbbogen vorbei und zum Wettin-Obelisk, der 16m hoch 1889 hier aufgestellt wurde. Er erinnert an die 800jährige Herrschaft der Wettiner. Die Wettiner gehören zu einer der ältesten nachgewiesenen deutschen Adelsfamilien.  Das Residenzschloss Dresden beispielsweise gehört zur albertinischen Linie des Hauses Wettin.

Jetzt klettern wir aussichtsreich an der Ostseite des Liliensteins hinunter. Die Baude wird übrigens von einer Seilbahn mit Material versorgt. Zum Glück gab man den Gedanken frühzeitig auf, den Lilienstein befahrbar zu machen. Wir kommen auf der kleinen Wanderung dann am Franzosenborn vorbei. Hier sollen sich die Soldaten Napoleons 1813 den Durst nahe ihrem Lager gelöscht haben. Bis zum Parkplatz Lilienstein sind es jetzt nur noch 500m.

Bildnachweis: Von By Dr. Bernd Gross [CC BY-SA 3.0 ], from Wikimedia Commons

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