Leverkusen-Küppersteg

Die bekannteste Sehenswürdigkeit im Leverkusener Stadtteil Küppersteg ist noch gar nicht so alt: die BayArena, einst als Ulrich-Haberland-Stadion bekannt und unter dem Beinamen Schmuckkästchen der Liga bekannt bei Fußballfans in ganz Deutschland. Wenngleich es eines der kleinere Fußballstadien ist – ausgelegt für gut 30.000 Besucher – gilt die BayArena aufgrund vieler Innovationen als Wegbereiter für die neue Ära europäischer Fußballstadien, die seit den 1990er Jahren eingeläutet wurde.

Die Geschichte der BayArena beginnt 1956 mit dem Bau des Ulrich-Haberland-Stadions. Als 1979 die Mannschaft überraschend in die erste Liga aufstieg, wurden die Kapazitäten zunächst durch Anbauten angepasst und später durch einen Neubau ersetzt. In direkter Nachbarschaft der BayArena liegt die Kurz-Rieß-Anlage, in der der TSV Bayer 04 Leverkusen trainiert und die Smid-Arena, Spielstätte der Bayer Giants, Rekordmeister der Basketballbundesliga.

Am anderen Ende von Küppersteg liegt der 5ha große Wildpark Reuschenberg. Der Wildpark Reuschenberg wurde 1976 eröffnet und beherbergt zahlreiche heimische Tierarten wie Luchs, Hirsch, Mufflon und Fischotter. Zum Angebot für Besucher des Wildpark Reuschenberg zählen außerdem der Vogel- und der Waldschadenslehrpfad sowie eine Zooschule.

Seinen Namen hat der Wildpark von der Burg Reuschenberg, die von 1295 bis 1968 auf einem 22m hohen Hügel ganz in der Nähe lag. Burg Reuschenberg hat eine bewegte Geschichte: Um 1300 erstmals urkundlich erwähnt, wurde sie bereits 1399 von Kölner Bürgern überfallen. 1676 wurde sie neu aufgebaut, durch einen Brand 1885 in Teilen zerstört und 1886 restauriert. Erste Burgherren waren die Ritter von Reuschenberg; es folgten verschiedene Freiherren, Bürgermeister und ein Baron. 1961 gelangte Burg Reuschenberg in den Besitz der Stadt Leverkusen und musste 7 Jahre später wegen Einsturzgefahr abgerissen werden.

Sehenswert in Küppersteg selbst ist die Christus-König-Kirche in der Windthorststraße. Die denkmalgeschützte Backstein-Saalkirche stammt aus dem Jahr 1928. Das Satteldach und die hohen, schmalen Rundbogenfenster entsprechen dem Stil der Zeit. Der 52m hohe Glockenturm wurde nachträglich angebaut; seine Turmspitze ziert die Skulptur „Engelsschwarm“ von Sepp Hürten. Finanziert wurde der Bau der Christus-König-Kirche durch Landverkauf in der Siedlung Eisholz.

Am Eisholz wartet eine weitere Attraktion von Küppersteg, der 6ha große Silbersee. 2011 generalsstabmäßig neu herausgeputzt, kann man nun wieder schön um den See wandern und am Nordufer an einer Sitzgruppe pausieren.