Leverkusen-Bürrig

Von der Leverkusener City durch die Autobahn A 1 und die Dhünn getrennt schließt sich nach Norden der Stadtteil Bürrig an. Hier steht eines der Wahrzeichen und weithin sichtbaren Landmarken von Leverkusen, der Wasserturm Bürrig an der Olof-Palme-Straße. Der Wasserturm wurde 1974-78 gebaut und ist stolze 72,45m hoch.

Wer an der Wuppermündung wandert, sollte den Wasserturm Bürrig auf seiner Agenda haben. Denn von Mai bis September wird an Sonn- und Feiertagen die Aussichtsplattform - bei freiem Eintritt - Besuchern zugänglich gemacht. Oben angekommen, hat man einen herrlichen Rundblick auf die Städte Köln und Leverkusen, den nahegelegenen Neuland-Park, und bei entsprechender Witterung bis hinüber ins Siebengebirge.

Eine der ältesten Kirchen von Leverkusen ist die katholische Pfarrkirche St. Stephanus im Stadtteil Bürrig. Das denkmalgeschützte Kirchengebäude in der Heinrich-Brüning-Straße wurde vermutlich im 6. Jahrhundert durch Franken errichtet, aber erstmals 1135 erwähnt. Ein romanisches Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert sowie der Bruchsteinsockel des rechten Kirchturms sind bis heute erhalten. Seine jetzige Form erhielt das Bauwerk 1892: Das barocke Kirchenschiff wurde abgerissen und es entstand eine Basilika aus Backsteinen im neuromanischen Stil.

Das Geläut der katholischen Pfarrkirche St. Stephanus besteht aus sechs Kirchenglocken, von denen drei einen hohen historischen Wert besitzen. Die älteste Glocke stammt aus dem Jahr 1383 und wurde von einem Kölner Meister gegossen. Heinrich von Overraide schuf 1529 die beiden Glocken Stephanus und Maria. Die drei weiteren Glocken entstanden ab Mitte des 20. Jahrhunderts.

Bürrig zieht sich nordwärts bis hinauf an die Wupper. Im Bereich der Butterheide, verbindet der künstlich angelegte Mühlengraben den Flusslauf der Wupper vom Beginn bis zum Ende einer ausgeprägten Schleife. Hier im Alten Garten steht die 1477 erstmals erwähnte Reuschenberger Mühle. Das heutige denkmalgeschützte Mühlengebäude im klassizistischen Stil stammt aus dem 19. Jahrhundert.