Leinleitertalweg


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Wegweiser
Länge: 65.31km
Gehzeit: 16:38h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Was so leinleiterlocker klingt, ist eine Strecke von rund 66km. Das wuppen wir natürlich nicht in einem Schwung. Man kann sich schöne Etappen ausdenken. Rund um das Leinleitertal laden dann weitere Wege ein, auch die Seitentäler zu erkunden. Der Gelbe Querbalken ist unser Wanderzeichen auf dem Leinleitertalweg.

Unsere Wanderung beginnen wir in Scheßlitz bei der Stadtkirche St. Kilian mit Wurzeln im 14. Jahrhundert. Gen Süden geht’s aus Scheßlitz hinaus und bald aufwärts in den Naturpark Fränkische Schweiz Frankenjura.

Nach 3,2km sehen wir ein erstes Highlight: die Giechburg. 1125 wurde die Höhenburg erstmals genannt, ist aber wohl noch älter. Man genießt schöne Aussichten vom Plateau mit der Halbruine. Eine Gaststätte gibt es auch. Dann lockt St. Pankratius, die Wallfahrtskirche Gügel. Der Gügel ist ein Hügel (515m).

Durch Feld und Wald kommen wir durch Ludwag. Nach rund 7,5km haben wir bei 560m den höchsten Punkt der gesamten Strecke erreicht. Abwärts kommen wir durch die Kulturlandschaft nach Laibarös, begegnen Windkraft, wandern weiter gen Süden und kommen dabei an der Quelle Kleiner Tümmler nebst Höhle Großer Tümmler vorbei.

Schließlich stehen wir an der Leinleiterquelle, nach rund 15,5km. Das wäre jetzt ein guter Moment für das Zelteaufschlagen – das geht hier aber nicht. Die Leinleiterquelle (Naturdenkmal) schüttet ständig. 20km misst die Leinleiter, die bei Gasseldorf in die Wiesent mündet.

Wir sind kurz drauf in Heroldsmühle mit der historischen Mühle. Wer sich im Vorfeld klug eingebucht hat, nächtigt in Oberleinleiter oder im nächsten Ort im Leinleitertal: Burggrub. Die Leinleiter und wir kommen nach Heiligenstadt in Oberfranken. St. Veith und St. Michael stehen schon da, mit einem singulären Turm auf Resten einer Burg.

Die Wanderung folgt der hübsch mäandernden Leinleiter durch diese Orte: Traindorf, Schulmühle mit Brennerei, am Ziegelbrunnen vorbei nach Veilbronn, nach Unterleinleiter mit Schloss (privat). Noch einen Hüpf weiter und wir sind in Gasseldorf. Jetzt kommt die Wiesent ins Spiel und südlich von Gasseldorf spielt die Leinleiter dann mit. Hier ist auch ein Schwimmbad.

Nächster Hotspot – wir sind auch schon ein bisschen müde – ist dann Ebermannstadt, durch und um es herum führen einige Wege. Wenn wir an unserer Strecke in Ebermannstadt in die Wiesent starren, sehen wir das Wasserrad (Wahrzeichen). Ebermannstadt hat einige Baudenkmäler zu bieten und Übernachtungsmöglichkeiten. Wir haben gut die halbe Strecke des Leinleitertalwegs bewerkstelligt.

Durch die Feldflure wandern wir mit dem Kohlfurtweg nach Pretzfeld mit Schloss Pretzfeld. Allmählich geht’s vermehrt aufwärts, auch mit Waldunterbrechung und Orten wie Kolmreuth und Leutenbach. Das liegt südöstlich des bekannten „Wanderfelsens“ Ehrenbürg, genannt Walberla.

Das nächste Wanderschlaglicht unserer Strecke wird vom Moritzbach-Wasserfall gesetzt, bei der St. Moritz-Kapelle und dem Moritzbrunnen. Der Weg schlängelt sich durch die Kulturlandschaft zum Rangener Berg (529m) in Nachbarschaft zum Steinbühl (517m). Es gibt dort einige Aussichtsmöglichkeiten und wir können vom Ehrenbürg-Blick zu den Wanderern am Walberla rüberwinken.

Wir nähern uns Gräfenberg, das wir westlich streifen. Man könnte abzweigen und sich ein Quartier suchen, für die Schlussetappe. Den nächsten Höhepunkt liefert der bewaldete Eberhardsberg (533m) mit geradezu teuflischer Einrichtung, mit klangvollen Namen wie: Teufelswohnzimmer, Teufelsschlafzimmer, Teufelstisch in Teufelsküche, der Teufelsfinger ist etwas abseits.

Weißenohe, das man nach Querung von Bahn, Bundesstraße und Bach erreicht, lockt mit Braukunst. Hier wird das Wasser der Lillach mit weiteren Zutaten zum flüssigen Brot. Und weil man einmal angefangenes zu Ende bringt, aber nur wenn es Spaß macht, geht’s vor der Einkehr in die Klosterbrauerei zur Lillachquelle mit hübschen Sinterstufen davor.

Bildnachweis: Von Reinhold Möller [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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