Rundwanderung ab Ebermannstadt ins Leinleitertal


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 21 Min.
Höhenmeter ca. ↑536m  ↓536m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Städtchen, Ländchen, Flüsschen (gleich zwei davon) und Schlösschen. Alles drin in der Wanderung von Ebermannstadt nach Unterleinleiter. Die Wiesent umspült zweiarmig in Ebermannstadt das denkmalgeschützte Ensemble der Hauptstraße mit Marktplatz, die Leinleiter kommt aus der Nähe von Heroldsmühle herbei und mündet zwischen Gasseldorf und Ebermannstadt nach rund 20km Lauf in die Wiesent.

Ebermannstadt (um 6.900 Einwohner) ist zum einen eine Kleinstadt im oberfränkischen Landkreis Forchheim, zum anderen Sitz der Verwaltungsgemeinschaft, zu der auch Unterleinleiter (um 1.200 Einwohner) zählt. Die Halbtagestour führt uns erstmal aufwärts, mit Start am Bahnhof Ebermannstadt. Es geht über die Wiesent in den denkmalgeschützten Stadtkern.

Rechterhand ist das Heimatmuseum im ehemaligen Amtsgericht (1870) im Stil des Spätklassizismus. Seit 1923 ist es Heimatmuseum und drin ist die Lokalberühmtheit, die Fossilie eines Fischsauriers, aus einem hiesigen Steinbruch.

Am Kirchplatz erhebt sich die St. Nikolaus Kirche (1853-56). Jetzt queren wir den anderen Arm der Wiesent mit der ehemaligen Wassermühle (18. Jahrhundert) als langgestreckter zweigeschossiger Satteldachbau. Sie war eine Schnittmühle. Wir sehen Sandsteinquader, teils offen, teils verputzt, ein Wasserrad und ein Mühlenwehr.

Auf der anderen Seite ist auch was „ehemaliges“: Wasserschloss, fürstbischöfliches Kastenamt, Rentamt, Polizeistation und aktuelles Restaurant mit dem Namen Alte Wache. Der Sandsteinquaderbau mit Walmdach steht mit dem Datum 1792 in der Denkmalliste.

Gen Norden wandern wir an Schul- und Sporteinrichtungen vorbei, aufwärts und raus aus der Bebauung. Den höchsten Punkt bei rund 522km haben wir nach knapp 6km erreicht, um uns rum sind Bäume. Erste Vorboten für Unterleinleiter sind kleine offene Flächen. Nach rund 9km sind wir in Unterleinleiter auf etwa 320m.

Am Schlossberg steht die evangelisch-lutherische St. Bartholomäus Kirche mit einem Chorturm aus der Zeit um 1500. Sie wurde 1519 geweiht. Das Schloss Unterleinleiter wird auch Seckendorff-Schloss genannt. Die vierflügelige Anlage stammt aus dem 18. Jh., die Geschichte als Burg begann bereits 400 Jahre eher. Die Freiherren von Seckendorff waren von 1757 bis 1952 dort zugange. Auf sie geht auch der Schlosspark zurück, damals im Stil des Barocks angelegt. Man findet heute moderne Skulpturen und im Sommer wird der Schlosspark für Veranstaltungen genutzt, dann ist er auch zugänglich.

Mit Wald, Waldrand, Wiesen, Äckern und Leinleiter wandern wir nach Gasseldorf, queren die Leinleiter, machen noch einen Aufwärtswaldhaken, um abwärts einen weiteren Teil der Altstadt von Ebermannstadt in Augenschein zu nehmen. Das Wahrzeichen ist das historische Wasserrad an der Wiesent, zu dem wir einen kleinen Abstecher machen könnten.

Bildnachweis: Von Immanuel Giel [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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