Lautzkirchen (Blieskastel)

Lautzkirchen liegt etwas nördlich der Kernstadt von Blieskastel. In Lautzkirchen mündet der Kirkeler Bach in den Würzbach und dieser wiederum fließt der Blies zu. Der historische Ortskern von Lautzkirchen stammt im Wesentlichen aus dem 17. Jahrhundert und steht als Ensemble unter Denkmalschutz.

Zwischen Blieskastel und dem Stadtteil Lautzkirchen erhebt sich auf einem Höhenrücken der Gollenstein. Das ist ein 6,5m hoher Sandsteinriese, der hier seit etwa 4.000 Jahren steht. Der Koloss ist ein Wahrzeichen von Blieskastel und gilt als einer der größten Menhire in Mitteleuropa. Man datiert die Errichtung des Monolithen im Übergang der Jungsteinzeit zur Bronzezeit und schätzt, dass der Gollenstein etwas mit dem Toten- und Ahnenkult zu tun hat.

Im unteren Drittel wurde dem heidnischen Kultstein ein Christusmonogramm eingemeißelt, das stammt aus dem 19. Jahrhundert. Als in der Nähe des Gollensteins der Westwall angelegt wurde, kam die Befürchtung auf, dass der Monolith ein gutes Ziel für französischen Artilleriebeschuss wäre und man legte den Stein um, wobei er in vier Teile brach. 1951 setzte man den Stein wieder zusammen unter Zuhilfenahme von Beton.

Das zentrale Gebäude in der Ortsmitte von Lautzkirchen ist die katholische Pfarrkirche St. Mauritius. Die ist recht jung und wurde 1958-60 erbaut, nachdem die Vorgängerkirche komplett abgetragen wurde. Einige der Kirchenfenster entwarf die aus Heiligenwald stammende Künstlerin Marianne Aatz.