Langen-Bergheim (Hammersbach)

Langen-Bergheim ist der Verwaltungssitz der Gemeinde Hammersbach in der südlichen Wetterau. Das Gemeindegebiet, so legen es archäologische Funde nahe, wird seit prähistorischer Zeit besiedelt. Nach der Zeitenwende verlief hier ein Stück des Obergermanisch-Raetischen Limes, von dem noch einige Bodenverformungen im Unterwald zu entdecken sind.

Später, im Mittelalter, lag Langen-Bergheim an der wichtigen Handelsroute Hohe Straße, die die Messestädte Frankfurt am Main und Leipzig miteinander verband. Einige Weitblicke und Aussichten von der Hohen Straße aus sind mit Installationen im Rahmen der touristischen Erschließung der Regionalpark-Route Hohe Straße am südöstlichen Ortsrand von Langen-Bergheim zu bewundern. Nördlich des Ortes erinnert die Jahrhunderte alte Drusus-Eiche die Menschen daran, wer wohl länger auf der Erde verweilen kann.

Die evangelische Kirche in Langen-Bergheim entstand 1752 wohl im Zuge des sogenannten großen Ysenburgischen Kirchenbauprogramms an der Stelle einer gotischen Kapelle, die dem heiligen Jakobus geweiht war. Der Taufstein der Kirche stammt aus dem Jahr 1583. Vermutlich trug er in der Vorgängerkirche die Kanzel. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1790. Aus diesem Jahr ist wohl auch die Uniform des Soldaten, der als Wandbild zu sehen ist.

Die Kirche in Langen-Bergheim ist eine typische Vertreterin der Bauart ihrer Zeit im 18. Jahrhundert in der südlichen Wetterau. Gleich neun Mal wurde sie so oder so ähnlich errichtet. Rechteckiger Saalraum, mit anschließendem dreiseitigen Chor, in dem Altar, Orgel und Taufstein platziert sind. Sitzmöglichkeiten sind auch auf den hufeisenförmig angeordneten Emporen.