Landschaftsgarten Kammerbusch

Westlich des Wehebachtals, zwischen Langerwehe und Schönthal findet sich in einer reizvollen Naturlandschaft der Landschaftsgarten Kammerbusch, auch Gut Kammerbusch bezeichnet. Der Landschaftsgarten ist ein 50ha kleines Waldstück. 1851 legte die in der Region durch ihre erfolgreiche Betriebsamkeit mit Kupfermühlen und Nadelfabrikation bekannte Familie Schleicher diese Parkanlage nahe ihres Guts Schönthal an.

Der Landschaftsgarten Kammerbusch ist eine sehenswerte Besonderheit und wird seit 2001 gepflegt von der Familie Fourné, die Pflanzen und Stauden auf nahegelegenen Feldern für den Handel produziert. Stauden-Fourné hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Kleinod zu erhalten und zu pflegen und es als Kulturgut für die Nachwelt zu erhalten.

Die durchführenden Alleen zieren einige Denkmäler und Gebäude, beziehungsweise deren Reste. Man sieht ein Bismarckdenkmal, ein Denkmal für Kaiser Wilhelm I. und eines für Friedrich III. Es gibt den Hagartempel und den Luluturm, die Hülsenbergkapelle und die St. Anna Kapelle, ein Moltkedenkmal, eine Grotte und einen Triumphbogen sowie die Karlsburg.

Die Karlsburg ist eine ebenfalls zur Entstehungszeit Mitte des 19. Jahrhunderts errichtetes Gästehaus in Burgenform. Da gab es sogar einen Rittersaal. Mit dem Ende des Erfolgskurses der Fabrikantenfamilie Schleicher begann auch das Ende des Parks, der nach und nach zerfiel. Heute aber ist er ein wunderbares Beispiel für das Werden und Vergehen von Epochen und die Kraft der Natur, die sich, mit Feingefühl gepflegt und gehegt, erhalten lässt, ohne sie zu sehr einzuschränken. Man bemüht sich den Charakter des einstigen englischen Landschaftsgartens behutsam zu rekonstruieren.