Lützkampen

33 Einwohner pro Kilometer: Lütz steht für klein und Kampen für Feld. Das passt heute auch noch irgendwie. Der kleine Ort Lützkampen liegt im Norden des Islek. Das Gemeindegebiet wird im Westen von der Our und im Osten von der Irsen eingefasst. Die Irsen ist ein 36km langer Zufluss der Our. Die Quelle der Irsen liegt im Irsenvenn etwas nördlich von Lützkampen. Die Irsen mündet bei Gemünd in die Our.

Im Lützkampener Ortsteil Welchenhausen befindet sich das vielleicht kleinste Kunstmuseum der Welt. Das Museum in der Wartehalle wurde 2002 in einem Schulbuswartehäuschen eingerichtet. Als das Häuschen fertig war, stellte man fest,dass es in Welchenhausen gar keine Schulkinder mehr gab. Also widmete man das Objekt um. Alle drei Monate werden in dem 5qm großen Museum (ohne Türen, also immer frei zugängig) Ausstellungen von Künstlern aus dem Dreiländereck Belgien-Luxemburg-Deutschland gezeigt.

Wenn man schon mal in Welchenhausen ist, kann man sich auch noch in der katholischen Kirche St. Cornelius und St. Lucia umsehen. Die Corneliuskiche ist ein Saalbau mit einem Dachreiter und einem langen Spitzhelm obenauf aus dem Jahr 1658. Die katholische Pfarrkirche St. Martin im Hauptort Lützkampen ist ein Neubau von 1962, aber mit einem spätmittelalterlichen Schiff.

Nördlich von Lützkampen liegt Großkampenberg. Hier findet man noch ein gut ein Kilometer langes Stück Höckerlinie. Höckerlinie, so wurden die Panzersperren genannt, die entlang des Westwalls massenhaft errichtet wurden. Die Höckerlinien sind oft als fünf- bis siebenreihige von außen nach innen ansteigenden Linie aus pyramidenförmigen Stahlbetonblöcken angelegt. Die wenigen verbliebenen Panzersperren dienen heute als wichtige Rückzugsräumen für verschiedene Tierarten.