Kurze Königsforst-Runde


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 5 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 10 Min.
Höhenmeter ca. ↑63m  ↓63m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Unser kurze Rundtour durch den Kölner Königsforst startet am Wanderparkplatz Erker Mühle am Rather Mauspfad. Wir kreuzen den Flehbach und spazieren hinauf zum Mühlenweiher, der zu der im frühen 19. Jahrhundert errichteten Erker Mühle gehörte. Von der Mühle sind heute nur noch Grundmauern erhalten.

Am Ende des Mühlenweihers halten wir uns links und wandern Richtung Rotwildgehege (Wildgehege Brück) und zum Flehbach-Mühlenweg. Wenn wir am Flehbach-Mühlenweg sind, biegen wir rechts ab und folgen dem Weg zum Flehbachtal.

Der Flehbach gibt uns nun die weitere Richtung vor. Wir passieren das Wildschweingehege und kommen zum Sandfang, wo der Flehbach störende Feststoffpartikel absinken lässt. Wenig später sind wir wieder zurück am Parkplatz Erker Mühle.

Der Königsforst ist ein über 2.500 Hektar großes Waldgebiet im Osten von Köln. Einst war der Königsforst ein Bannwald, der zum Krongut der Frankenkönige gehörte. Kaiser Otto I. vermachte den Königsforst an seinen Bruder, der damals Kölner Erzbischof war.

Mit der Säkularisation gelangte der sich bis dahin im kirchlichen Besitz befindliche Königsforst in den Besitz des Großherzogtums Berg. Die Herzöge zu Berg nutzten den Wald als Jagdgebiet. Erst im Jahre 1790 wurde der enorme Bestand an Rotwild reduziert, der die Regeneration des Waldes verhindert und manchen Acker verwüstet hatte. Allein 1790 wurden etwa 4000 Hirsche erlegt.

Große Teile des Königsforsts gehören zum Vogelschutz- und FFH-Gebiet Königsforst (FFH-Gebiete sind so eine Art europäisches Naturschutzgebiet). Ausschlaggebend für diesen Schutz ist das Vorhandensein des Mittelspechts. Geschützt sind aber insbesondere auch die Vogelarten Eisvogel, Grauspecht, Schwarzspecht und Wespenbussard.

Der Königsforst ist heute ein wichtiges Naherholungsgebiet für den Ballungsraum Köln-Bonn. Wir wandern heute im nordwestlichen Teil des Königsforstes, der sogenannten Brücker Hardt. In der Brücker Hardt befinden sich zwei Wildgehege, wo man Rothirsche und Schwarzwild beobachten kann. Der Flehbach mit seinen Quell- und Nebenflüssen Böttcher Bach, Holzerbach, Wahlbach, kleiner Wahlbach und Sellbach entwässert den Königsforst in westliche Richtung.

Bildnachweis: Von Mario Bezani [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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