Kurpark Burtscheid

Aachen, das eigentlich Bad Aachen heißt, ist bekannt für seine Thermalquellen. Im Aachener Stadtteil Burtscheid sprudeln sie mit bis zu 74° Celsius. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts wurde in Burtscheid der Kurpark angelegt, was ihn zu dem ältesten Park in Aachen macht.

Aus dem alten Rathaus der ehemals eigenständigen Stadt Burtscheid wurde Ende des 19. Jahrhunderts das Neubad, das sein Wasser u.a. aus dem Kochbrunnen bezog, in dem die Kurgäste zu ihrem Vergnügen auch schon einmal Eier kochten.

1944 wurde das Neubad bei einem Bombenangriff schwer zerstört und erst 1963 wieder rekonstruiert und saniert. Das dreiachsige, klassizistische Gebäude war ursprünglich als freistehender dreigeschossiger Kopfbau konzipiert. Zunächst als Haus des Gastes genutzt, firmiert das ehemalige Neubad seit 2005 als Haus des Hörens.

Am anderen, nördlichen Ende des Kurparks Burtscheid steht das Gartenhaus Nuellens von 1740. Das rechteckige Gartenhaus ist bis auf die Vorderseite vollständig mit Ziegelsteinen zugemauert. Die vier abgerundeten Eckkanten des Gebäudes sowie die gesamte Frontseite sind mit hellem Blausteindekor bestückt.

In die Kurparkterrassen integriert befindet sich die einzige noch erhaltene Prunkbadezelle aus dem 19. Jahrhundert. Das sogenannte Fürstenbad bildete das Kernstück des 1862-65 erbauten Badehotels Kaiserbad. 1963 wurden die beiden Mosaikkuppeln aus dem zerstörten Kaiserbad ausgebaut und in den Neubau der Kurparkterrassen integriert. Vom Fürstenbad sind heute nur noch die Kuppeln mit den Mosaiken original, die Marmorverkleidungen und Fußbodenbeläge wurden erneuert.

Eine der ergiebigsten der rund zwanzig Quellen in Burtscheid ist die Rosenquelle, die heute von der Reha-Klinik an der Rosenquelle genutzt wird. Neben der Verwendung als Kurmittel wurde das Wasser der Rosenquelle in einem Trinkbrunnen ausgeschenkt. Der Eingangsbereich der Rosenquelle wurde 2013 neu gefasst.

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