Kultur- und Orchideenweg Wasserliesch (Konzer Land)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑253m  ↓253m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Auf einem Hochplateau zwischen Mosel und Saar bei Wasserliesch liegt ein Kleinod der Natur. Die Stars hier heißen Türkenbund und Wiesensalbei, Küchenschelle und Enzian. Und natürlich Orchideen, die in gleich zwanzig verschiedenen Arten hier wachsen.

Die Rede ist vom Naturschutzgebiet Perfeist bei Wasserliesch am Liescher Berg (350m), das 1986 auf einer Fläche von 22ha ausgewiesen wurde. Das Naturschutzgebiet lässt sich gut auf dem 2006 eingerichteten Kultur- und Orchideenweg erkunden.

Wir starten die Tour hinauf zum Liescher Berg am Marktplatz in Wasserliesch (direkt in der Nähe des Bahnhofs, der regelmäßig von Perl und Trier aus angefahren wird). Vom Marktplatz aus geht man zum Bahnhof und weiter durch die Bergstraße in die Kapellenstraße, die zum Kreuzweg Wasserliesch führt.

Dem Kreuzweg folgen wir eine Weile, verlassen ihn dann aber kurzzeitig, bis wir schließlich die Löschemer Kapelle erreichen. Von der Löschemer Kapelle hat man ein schönes Panorama über die Täler von Mosel und Saar und die Saarmündung bei Konz. Im Westen blickt man auf den zu Luxemburg gehörenden nördlichen Teil des Lothringer Stufenlandes, im Norden auf die Eifel und im Osten auf die Erhebungen des Hunsrücks. Gleich vor der Kapelle fällt der Liescher Berg über eine Felswand steil ins Moseltal ab.

Von der Löschemer Kapelle wandert man nun weiter ins Schutzgebiet Perfeist und kann sich hier an der mediterranen Vegetation erfreuen. Info-Tafeln liefern spannende Einsichten in die geologischen Gegebenheiten und Naturschönheiten am Liescher Berg.

Vom Perfeist wandern wir dann auf dem Kultur- und Orchideenweg wieder hinab nach Wasserliesch und können dabei noch ein weiteres Mal einen schönen Blick aufs Moseltal zwischen der Einmündung der Sauer bei Langsur und der Saarmündung in Konz genießen.

In Wasserliesch selbst lohnt auch noch ein Blick auf die katholische Pfarrkirche St. Aper, die 1910-11 als neubarocke Stufenhalle erbaut wurde, wobei - damals selten für den Kirchenbau – auch Eisenbeton als Material eingesetzt wurde. Die für eine Dorfkirche ungewöhnliche Größe für 1.200 Besucher hatte die Kirchengemeinde dem Architekten wegen der Anfang des 20. Jahrhunderts dynamisch anwachsenden Einwohnerzahl vorgegeben.

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