Kraftsolms

Im Mittellauf des Solmsbach liegt Kraftsolms, ein Ort, der erstmals im Jahr 1319 urkundlich erwähnt wird. Kraftsolms ist der nördlichste Ortsteil von Waldsolms und wird bis auf die Ostseite von dichten Wäldern umgeben.

Bereits 1440 hat es in Kraftsolms eine Waldschmiede gegeben. Um 1600 wurde hier dann der erste Hochofen im mittleren Lahngebiet betrieben. Der zugehörige Gutshof kam später in den Besitz der Herren von Mohr, wurde 1787 von Fürst Wilhelm von Solms-Braunfels gekauft, der hier gärtnerische Anlagen und einen Teich anlegen ließ.

Die ummauerte Anlage des Schmiedenhofs mit zwei Wohnhäusern und Wirtschaftsgebäuden stammt in ihrem heutigen Erscheinungsbild im wesentlich aus dem 18. Jahrhundert. Das Innere mit Gewölbekeller und großzügigem Treppenhaus wird durch einen traufseitigen Eingang mit Steintreppe und hübscher barocker Haustür erschlossen. Vor dem Tor mehrere schöne und landschaftsprägende Linden, auf der gegenüberliegenden Straßenseite in abgelegener, feuersicherer Lage das Backhaus aus Bruchstein mit Krüppelwalmdach.