Klosterruine Wörschweiler (Homburg)

Das kleine Wörschweiler an der Blies liegt südlich der Kreisstadt Homburg, zu der es gehört. Die erste Erwähnung von Wörschweiler fällt mit dem Kloster Wörschweiler ins Jahr 1131. Erhalten haben sich auf dem Klosterberg die Reste der Zisterzienserabtei von Kloster Wörschweiler und die Ruinen der gotischen Kirche.

Kloster Wörschweiler steht auf einem Bergsporn am Osthang des Klosterbergs (370m). Es entstand an der Stelle einer römischen Anlage und war ursprünglich als Benediktinerkloster gegründet, wurde dann von den Zisterziensern übernommen. Das erklärt auch die für die Zisterzienser eher ungewöhnliche Klosterlage auf einem Bergsporn, statt in einer Flussniederung. Das Kloster wurde 1558 aufgegeben und im Jahre 1614 zerstörte es ein Brand.

Rund fünfzig Jahre später wurden die Wirtschaftsbauten allerdings wieder genutzt. Freilegungsarbeiten folgten im 19. und dem vergangenen Jahrhundert, so dass man die Reste wieder sehen kann. Einige Grabplatten sind vor Ort auch aufgestellt, weitere finden sich im Römermuseum Schwarzenacker. Das Römermuseum liegt auf der anderen Seite der Autobahn und des Bliestals im Stadtteil Schwarzenacker.

Nicht nur ein Kloster hatte Wörschweiler einst zu bieten gehabt, sondern auch eine Heilquelle und ein Schloss, dass sich nach ihr benannte. Die Heilquelle wurde 1624 entdeckt, versiegte im 18. Jahrhundert und wurde vergessen. Das Schloss Gutenbrunnen findet sich im Gutenbrunner Tal, einem Blies-Seitental zwischen Wörschweiler und Bierbach. Das Schloss entstand 1723. 1793 wurde das Meiste des Schlösschens durch die französischen Truppen zerstört. Das in Privatbesitz befindliche Schloss Gutenbrunnen besteht aus dem erhaltenen westlichen Wirtschaftsflügel mit Gewölbekeller, Wirtschaftsgebäude und Marställen sowie dem östlichen Wirtschaftsflügel, der auch Bedienstetenwohnungen hatte.

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