Kloster-Felsenweg an Donau und Schmeie bei Inzigkofen (Donaufelsenläufe)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 44 Min.
Höhenmeter ca. ↑545m  ↓545m
Donaufelsenläufe Kloster-Felsenweg

Gleich zu Anfang dieser sehr interessanten Runde aus der Gruppe der Donaufelsenläufe jagen sich bereits die Highlights: Amalienfelsen, Teufelsbrücke über die Höll-Schlucht, Fürstlicher Park Inzigkofen und Kloster Inzigkofen, Naturdenkmal Inzigkofer Grotten und Felsentor.

Über die Donau geht es dann zum Aussichtspunkt Gebrochen Gutenstein mit den Resten von Burg Neugutenstein, wir folgen der Schmeie, die der Donau zufließt, machen eine Waldrunde bis in die Höhenlage von 710m und gelangen kurz vor Ende zur Aussicht Gespaltener Fels über dem Donautal.

Wir starten an der Donau in Laiz, queren sie via Hauptstraße und lassen den Fluss erstmal nicht aus den Augen. Er verläuft rechts von uns, die wir auf dem Deichwall auf dem Weg nach Inzigkofen sind. Dann folgen wir dem Abzweig Amalienfelsen. Wir wandern bergan durch ein lichtes Stück Wald, das in eine Lindenallee übergeht. Wir genießen einen herrlichen Blick vom Amalienfelsen und sehen unter uns eine Donauschleife. Da sollen schon die Fürsten geplanscht haben.

Der Amalienfelsen erhebt sich 29m hoch am rechten Donauufer und zählt zum Fürstlichen Park Inzigkofen. Fürstin Amalie von Hohenzollern gab den Namen. Der 25ha große Park ist ein Landschaftsgarten der Romantik und gehört dem Fürstenhaus Hohenzollern.

Zwischen Donau und Steinwiese kommen wir zum Kloster Inzigkofen, wo es auch ein Klostermuseum gibt. Das Stift geht auf ein Augustiner-Chorfrauenstift und das 14. Jahrhundert zurück und wird von einer Volkshochschule für die Erwachsenenbildung genutzt. Benachbart findet sich das Schwäbische Bauernmuseum nebst Kräutergarten und eine Einsiedlerkapelle.

Die Nähe von Himmel und Hölle wird sogleich präsentiert, nämlich mit einem Gang über die 21,5m lange Teufelsbrücke über die Höll-Schlucht, die 19,5m darunter liegt. Eine Brücke wie für einen Fantasy-Film gemacht. Der Sage nach hat der Teufel höchstselbst dem Baumeister geholfen und wollte dafür die erste Menschenseele haben, die darüber geht. Die Inzigkofer schickten als erstes einen Hund drüber, ob sie den Teufel mit dem Vierbeiner täuschen konnten?

Abwechslungsreich geht es weiter zum Känzele mit Blick ins Donautal und abwärts zum Naturdenkmal Inzigkofer Grotten und Felsentor, eine sehr beeindruckende Kulisse! Talwärts wandern wir ans Donauufer, dem wir ein Stückchen folgen, dann die Donau queren, Gleise und eine Landstraße ebenso, beim Bahnhof Inzigkofen.

Jetzt geht es steiler aufwärts zum Gebrochen Gutenstein mit herrlicher Aussicht auf die Auenlandschaft der Donau. Auf einer Felsnadel erheben sich Reste der Burg Neugutenstein, deren Geschichte vermutlich um 1100 begann. 

Es geht durch den Wald talwärts an die Schmeie, die links von uns ihre Bahn zieht. Wir kommen zum Zigeunerfelsen, wo eine Grillstelle zum Vespern einlädt. Wir haben hier ca. 7,7km Wanderung geschafft und sind auf rund 600m. Weitere 100 Höhenmeter gewinnen wir auf den nächsten 1,3km, wo wir den nördlichsten Punkt der Runde erreichen. Ein weiterer felsiger Zeuge auf dem Weg ist der Erratische Block – ein Irrblock, den man hier geologisch nicht erwarten würde und der per Rheingletscher her gerutscht ist.

Den nächsten Stein im Brett bietet der Gespaltene Felsen mit einem Blick ins Donautal, den wir per Abstecher erreichen. Unter uns die drei Adern: Landstraße, Gleis und Donau. Bis zum Ausgangsort sind es noch rund 2km.

Bildnachweis: Von Rainer Halama [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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