Klein-Karben

Restaurant-Gästehaus WilhelmshöheRestaurant-Gästehaus Wilhelmshöhe

Klein-Karben schließt sich unmittelbar südlich an Groß-Karben an. 1192 wird Klein-Karben das erste Mal urkundlich erwähnt. Eine Burg wurde 1341 benannt, wovon aber nichts mehr zu sehen ist. Bedeutsam war Klein-Karben, weil es die Mutter-Kirche im Verbund mit Groß-Karben und Kaichen beheimatete.

Die evangelische Kirche, ehemals St. Michael, steht etwas wehrhaft auf einer Anhöhe und wurde über dem Grundriss eines griechischen Kreuzes errichtet. Im Kern ist sie gotischen Ursprungs, beinhaltet aber auch romanische Elemente, die einem Vorgängerbau zugeordnet werden. Denn im Unterbau der Kirche ist eine Krypta aus dem 13. Jahrhundert. Um 1200 war hier auch ein Taufstein mit Rundbogenblenden. Der steht jetzt vor der Kapelle im Park der Freiherrn von Leonhardi in Groß-Karben.

Wer sich auf Schusters Rappen befindet und Klein-Karben z.B. auf der Bonifatius-Route durchwandert, wird auf den bekannten Rosenhang Klein-Karben aufmerksam. Er liegt leicht oberhalb des Ortes am Friedhof. Das circa 5.000qm große Grundstück bietet den Boden für alten Baumbestand und über 700 verschiedene historische Rosen. Diese werden seit 1993 dort gepflanzt. Das ist aber nicht zu verwechseln mit einem arrangierten Rosengarten, sondern hier wachsen die Rosen inmitten der Natur.

Weil das so schön ist und die Besucher insbesondere zur Hauptblütezeit anlockt, veranstaltet Klein-Karben seit 2001 immer im Juni das Rosenhangfest mit zahlreichen Angeboten aus Musik, Lyrik, fachkundigen Führungen und kleinen kulinarischen Genüssen.

Wer sich mehr für das im Boden an Stelle für auf dem Boden interessiert, ist einige Wanderschritte weiter, in Richtung Rendel richtig. Dort ist das geologische Denkmal Karben mit den fossilreichen Kalksteinen zu finden. Das sogenannte ortsfeste paläontologische Boden- und Kulturdenkmal ist frei zugänglich. Wer mag, kann eine Zeitreise zwanzig Millionen Jahre in die Vergangenheit unternehmen und versteinerte Schneckchen finden.