Kircheib

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Am Südrand der Leuscheid liegt Kircheib im Dreieck der Landkreise Neuwied (Westen), Altenkirchen (Osten) und Rhein-Sieg (Norden). Kircheib wird von der Bundesstraße B 8 durchquert, so dass man den Eindruck eines klassischen Straßendorfs erhält, der sich bei genauerem Hinschauen aber nicht bestätigt.

Im Ort Kircheib fällt zunächst die große evangelische Pfarrkirche ins Auge. An den wuchtigen romanischen Wehrturm schließt sich die Pfeilerbasilika mit einem von einem Kreuzgratgewölbe überdeckten Altarraum an. Blickt man vom Altarraum im Osten durch den Eingangsbereich, so ist der Große Ölberg (460m) im Siebengebirge zu sehen. Die Ursprünge der Kirche liegen im 12. Jahrhundert. Im Inneren befindet sich ein Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert.

Noch älter dürfte die Motte Broichhausen sein. Motten sind kleine Burganlagen, die auf einem Hügel angelegt wurden. Die Motte Broichhausen gilt als Urzelle von Kircheib. Sie war von einem Wassergraben umgeben und durch zwei Schutzwälle gesichert. Um 1500 wurde sie aufgegeben und man siedelte in den nahegelegenen Neuenhof, heute ein Ortsteil von Kircheib. Die Motte Broichhausen ist heute als archäologisches Bodendenkmal geschützt.

Ebenfalls im Süden von Kircheib finden sich im Wald in Richtung Fiersbach an der Kreisstraße K 26 noch alte, große Ilexbestände. Der Ilex - auch Stechpalme, Hülse oder Hüllbusch genannt – ist in den Wäldern des Westerwalds früher häufig zu finden gewesen, da dieser immergrüne Strauch mit seinen harten, stacheligen Blättern nicht gefressen wurde und sich ungestört entwickeln konnte.

Westlich von Kircheib liegt in der Leuscheid das 21ha große Moor- und Heidegebiet Kircheib, das seit 1984 geschützt ist. Die Kircheiber Heide verfügt über ein großes Artenvorkommen und soll deshalb auch im Rahmen der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinien (FFH-Richtlinie) auf europäischer Ebene geschützt werden.