Karstquellenweg Königsbronn-Oberkochen (Ostalb)


(+) vergrößern
Artikelbild
Wegweiser
Länge: 27.18km
Gehzeit: 07:11h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
Downloads: 14
Höhenprofil und Infos

Zwischen Königsbronn und Oberkochen entlang der Brenz erkunden wir mit dem Wegzeichen „gelber Ring“ die Heidenheimer Brenzregion, an Knotenpunkten folge man dem grünen Wegweiser. Der Karstquellenweg verbindet mit 15 Stationen wesentliche Wasseraufbrüche des oberen Brenz- und Kochertals. Der Weg lädt dazu ein, sich den geologischen und geschichtlichen Bezügen in diesem Teil der schönen Ostalb zu nähern.

Der Karstquellenweg ist recht lang, an einem Tag möglich, aber man könnte ihn auch teilen. Von Königsbronn, dem Einstieg, bis Oberkochen sind es rund 9km, plus der Schleife in Richtung Langert hinauf wären es 15km und man könnte in Oberkochen übernachten. Der zweite Teil, östlich der Brenz zum Itzelberger See, über die Brenz zum Brenzursprung nach Königsbronn zurück, nähme 12km in Anspruch.

Die Brenz misst 52km und fließt in die Donau. Wir starten am Brenzursprung beim Rathaus in Königsbronn. Der Brenztopf ist eine sehr schöne große Karstquelle am Fuße des Herwartsteines.

Das schmucke Rokoko-Rathaus stammt aus dem Jahr 1765. Benachbart ist das interessante Industriedenkmal der Hammerschmiede, die heute ein kleines Wasserkraftwerk besitzt. Auch findet sich am Brenztopf die Georg-Elser-Gedenkstätte. Georg Elser (1903-1945), Mittäter eines Bombenanschlags auf Hitler 1939, wohnte die meiste Zeit seines kurzen Lebens in Königsbronn.

Über die Brenz lenken wir die Schritte zur evangelischen Pfarrkirche, einstige Klosterkirche. Das Kloster Königsbronn wurzelt zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Wir kommen zuvor über den Leerausbach und zu einem Museum nebst Café. Wir sehen den Klosterbunnen und das heimatkundliche Torbogenmuseum.

Mit der Eisenbahnstraße folgen wir dem Gleis der Brenzbahn. Dann kommen wir zur Ziegelbachhütte mit der Ziegelbachquelle. Entlang von Waldrand wandern wir weiter zum Kocherursprung, wo der Schwarze Kocher seine Quelle hat. Mit der Schwarzen Kocher gelangen wir zu einer Forellenzucht und wandern weiter in Richtung Kern von Oberkochen. Dort machen wir einen Abstecher durch die Leitzstraße zum Ölweiher. 

Wir lernen Oberkochen kennen, durch dessen Straßenzüge wir gen Norden unterwegs sind und folgenden Quellen begegnen: Katzenbachquelle, Luggenlohbrunnen, Neubrunnen im Wolfertstal mit dem Gutenbach und Hungerbrunnen, der nur zeitweilig Wasser führt.

Die Wanderung macht eine Wende und wir sehen den Langertbrunnen und die Obere Schlachtquelle. Wir wandern den Stich hinauf in Richtung Langert (Nebengipfel – 681m). Von dort wieder abwärts und nochmal ein Stück mit dem Gutenbach.

In Oberkochen kommen wir am Rathaus vorbei und zur evangelischen Versöhnungskirche. Wir kreuzen die Aalener Straße, gelangen zur Mühlscheune und historischen Scheerer Mühle bei der Kirche St. Peter und Paul (1900) im neugotischen Stil.

Mit dem Schwarzen Kocher geht es dann weiter gen Süden. Wer jetzt nicht übernachtet, wandert weiter und kommt zum Kreisel, quert die Brenzbahn und die B19. Nun wandern wir durch abwechslungsreiche Landschaft mit Wiesen, landwirtschaftlichen Flächen und Wald in Richtung Königsbronn. 

Die Wege lauten Gaintalsträßle, Zollhaussträßle, Schweizerhaldestraße, Hohwart-Sträßle und wir streifen den nordöstlich bebauten Teil von Königsbronn mit der Frauentalstraße. An der hat der Leerausbach seinen Ursprung und nach dem Alten Flammofen sind wir am Pfefferursprung. 

Von dort erreichen wir den Panoramaweg, kreuzen die B19 und kommen zum Itzelberger See in Itzelberg. Nahebei ist ein Friedhof und die Vogelinsel, von der Brenz umflossen an einem Ende des Itzelberger Sees. Der See wurde vermutlich von den Zisterziensermönchen des Klosters Königsbronn zu Beginn des 14. Jahrhunderts zur Fischzucht angelegt. Im 15. Jahrhundert errichteten sie eine Eisenschmiede. Der See erfüllt mehrere Zwecke, Landschafts- und Vogelschutz sowie Naherholung, wobei er nicht zum Baden ist.

Wir umrunden ihn und kommen mit der Brenz unterhalb der Ruine Herwartstein entlang. Die Burg Herwartstein, von der nur noch wenige Mauerreste erhalten sind, entstand um 1050.  Kurz drauf sind wir wieder am Brenztopf und vielleicht auch an einem Schwäbischen Maultascheneintopf.

Bildnachweis: Von Freak-Line-Community [CC-BY-SA-4.0] via Wikimedia Commons

Copyright 2009-2021 Wanderatlas Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten

Kostenlose Prospekte für Deinen nächsten Wanderurlaub
Wähle aus Hunderten von Wanderkatalogen und Informationsbroschüren Dein nächstes Wanderziel. Die Prospekte kommen gratis und versandkostenfrei per Post frei Haus!

Wandertouren in direkter Nähe
Es gibt weitere schöne Touren in der direkten Umgebung. Schau dich um und finde Deinen Weg!
Artikelbild
Art:
Rundtour
Länge:
11.06km
Gehzeit:
03:16h

Oberkochen liegt im Osten von Baden-Württemberg am sogenannten Albuch, dem nordöstlichen Teil der Schwäbischen Alb. Durch Oberkochen fließt der...

Artikelbild
Art:
Rundtour
Länge:
12.1km
Gehzeit:
03:22h

Oberkochen ist eine Stadt in der Schwäbischen Alb und der Hausberg von Oberkochen ist der Volkmarsberg (743m), der als Naturschutzgebiet ausgewiesen...

Artikelbild
Art:
Rundtour
Länge:
5.55km
Gehzeit:
01:20h

Die Brenzquellrunde ist eine der zehn Zeitspuren des Albschäferwegs. Sie führt den Wanderer in die malerische Landschaft des oberen Brenztals. Die...

Weitere Touren anzeigen

Wanderziele am Weg
Entlang dieses Wanderwegs gibt es interessante Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele. Starte dein nächstes Abenteuer!
Leeraus-QuelleWolfertstalOberkochenSchwarzer KocherKönigsbronnBrenztal (Donau)Brenz-QuelleRuine HerwartsteinItzelberg (Königsbronn)Kloster KönigsbronnItzelberger SeeZiegelbachhütteLangertbrunnenScheerer MühleLangertObere Schlachtquelle
ivw
Die Wandertour wurde zu Deiner Merkliste hinzugefügt