Wanderung zum Kocherursprung und zum Wollenloch (Oberkochen)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑465m  ↓465m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Oberkochen liegt im Osten von Baden-Württemberg am sogenannten Albuch, dem nordöstlichen Teil der Schwäbischen Alb. Durch Oberkochen fließt der 7,7km lange Schwarze Kocher, ein Quellfluss des Kochers, der bei Bad Friedrichshall nach 168km in den Neckar mündet. Wir werden den Ursprung des Kochers besuchen, der ein Naturdenkmal ist.

Am westlichen Rand von Oberkochen parken wir am Ende der Volkmarsbergstraße. Der nordwestlich gelegene Volkmarsberg (743m) ist der Hausberg von Oberkochen, mit Heide umgeben und einem Aussichtsturm gekrönt. Wir gehen in südliche Richtung an der Brunnenhöhle vorbei zum Ursprung der Kocher.

Mehrere Quellen entspringen auf der Albuchseite des Urbrenztales, treten am Kocherursprung aus und bilden die Schwarze Kocher. Wenn in Unterkochen bei Aalen der Weiße Kocher hinzustößt, wird aus beiden der Kocher. Das Wasser der Karstquelle entspringt Hangschutt und Kalken des Weißen Jura.

Wir umrunden den Ursprung und haben Zeit uns Gedanken zum Namen Schwarzer Kocher zu machen, denn es scheint wirklich eher dunkel zu sein, wenngleich nicht schwarz. Eine Idee zum Namen liegt in der Vergangenheit begründet, als im 16./17. Jahrhundert eine mit Holzkohle befeuerte Eisenschmelze betrieben wurde und dieser Quellfluss durch eine Schlackenwäsche „schwarz“ wurde. Dem widerspricht eine weitere Geschichte, nachdem der Weiße Kocher einmal Schwarzer Kocher hieß und die Namen vertauscht worden sein sollen.

Es bleibt ein wenig in Tallage und wir durchqueren das Tiefental, erst über den Hans-Zöllner-Weg und dann über das Vordere Tiefentalsträßle. Wenn wir rund 3,3km gewandert sind haben wir auf den nächsten 700m einen Anstieg um 160m in der Höhe zu meistern. Wald beschattet uns und wir wandern am Kleinen Wollenloch vorbei zum Wollenloch. Das ist mit 54m Tiefe eines der tiefsten Naturschächte der Schwäbischen Alb. Tief blicken und tief fallen, könnte man – aber wir lassen die gebotene Sicherheit nicht außer Acht, begnügen uns mit einem Blick ins Loch.

Es geht nach rechts auf den Weg Dickbantelestraße, dann nochmal rechts in den Schwarzweilerteichweg, talwärts, wir folgen kurz dem Vordere Tiefentalsträßle, gehen durch das Waldgebiet Tiefentalhalde am Borzelloch vorbei, stoßen auf den Höhlenweg, den Meckenschlagweg und biegen von dem nach rechts in den Weg Großteich Auffahrt, bis wir ins Bremmelsträßle einbiegen können. Das ist der Fall nahe der Hütte der Realgenossenschaft. Von hier aus sind es nur noch etwa 1,5km bis zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Freak-Line-Community [GFDL] via Wikimedia Commons

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