König-Ludwig-Weg Etappe 6 von Trauchgau über Schloss Neuschwanstein nach Füssen


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 22 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 20 Min.
Höhenmeter ca. ↑454m  ↓450m
König-Ludwig-Weg (Oberbayern)

Die Schlussetappe des König-Ludwig-Wegs durch Oberbayern startet in dem zur Gemeinde Halblech zählenden Ort Trauchgau. Es gibt nicht nur eine Gemeinde Halblech, sondern auch einen Fluss Halblech und den steuern wir jetzt an, wenn wir Trauchgau durch die Poststraße verlassen.

Wir folgen dem Halblech ein Stück aufwärts, wechseln dann die Uferseite und wandern nach Bayerniederhofen und weiter nach Berghof. Dann steuern wir den kleinen Kühmoossee an und halten uns hier links nach Greith.

Von Greith aus wandern wir zum Hegratsrieder See. Der ist deutlich unbekannter als seine beiden großen Nachbarn – der Forggensee und der Bannwaldsee. Dafür kann man hier fast ungestört in guter Wasserqualität schwimmen (oder wenigstens die Füße ein wenig abkühlen). Wenn es windstill ist, spiegelt sich im See die kleine Hofkapelle von Hegratsried.

Wir wandern nun entlang des Forggensees über den Vogelberg (827m) zur Mühlberger Ache. Der folgen wir aufwärts zur Bundesstraße B 17 und begleiten dann die Pöllat zum Schloss Neuschwanstein.

Schloss Neuschwanstein – das Märchenschloss des Märchenkönigs Ludwig II. – ist wohl das berühmteste Schloss in Deutschland. Es entstand ab 1869 und führte zu hohen Schulden des Königs, der den Bau privat finanzierte. Seine Überschuldung – es drohte die Pfändung! – führte schließlich dazu, dass die bayerische Regierung 1886 den König entmündigen ließ.

Eigentlich sollte Schloss Neuschwanstein Neue Burg Hohenschwangau heißen, so hatte es König Ludwig jedenfalls im Sinn. Schloss Hohenschwangau, das war das Bauprojekt seines Vaters, König Maximilian II. Er erwarb die Liegenschaften und richtete hier die Sommerresidenz der königlichen Familie ein.

Der König-Ludwig-Weg leitet nun zum Schwansee, der im 19. Jahrhundert mit den Mooren, Feuchtwiesen und Kalkmagerrasen der Umgebung in eine Parklandschaft einbezogen, die zum Schloss Hohenschwangau gehörte. Dieser Schwanseepark wurde nach Plänen von Peter Joseph Lenné angelegt, ist heute allerdings teilweise stark zugewachsen. In der Gegenwart wird der Schwansee von Einheimischen und Touristen im Sommer als Badesee genutzt.

Wir wandern nun auf den Kalvarienberg (953m) und genießen den wunderschönen Blick auf die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau sowie auf Füssen, in das wir nun auf einem Kreuzweg hinabwandern. Am Ende des Kreuzwegs steht die katholische Kirche Unserer lieben Frau am Berg, die im 17. Jahrhundert erbaut wurde.

Wir kreuzen nun den Lech und kommen in die Altstadt von Füssen. Hier treffen wir zuerst auf das ehemalige Kloster St. Mang, das im 9. Jahrhundert gegründet wurde und heute das Stadtmuseum Füssen beheimatet.

Dann kommen wir zum Hohen Schloss Füssen, das als eine der besten erhaltenen mittelalterlichen Burganlagen Bayerns gilt. Durch die Reichenstraße spazieren wir dann vorbei an der Krippkirche zum Sieben-Steine-Brunnen, wo der König-Ludwig-Weg endet.

Bildnachweis: Von Cezary Piwowarski [GFDL] via Wikimedia Commons

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