Köln-Rath-Heumar

Der Kölner Stadtteil Rath-Heumar liegt am Westrand des Königsforsts. Hier im Rath-Heumarer Königsforst liegt die höchste Erhebung des Kölner Stadtgebiets, der Monte Troodelöh (118m). Der interessante Name entstand durch einen Wettbewerb unter den Mitarbeitern der Stadt Köln und ist eine Kombination aus den Nachnamen der Entdecker dieser Erhebung anno 1999: Troost, Dedden und Löhmer. Stolz wie Kölner nun mal sind, haben sie ihren Monte Troodelöh direkt mit einem Gipfelbuch und einem Gedenkstein ausgerüstet. Ist ja hier fast wie in den Alpen.

Wandert man vom Monte Troodelöh durch den Königsforst nach Rath-Heumar, kommt man über den Wolfsweg zur Wassertretstelle am Giesbach und folgt ab hier dem Rath-Forsbacherweg. Am Ende des Walds passiert man dabei einige historische Hügelgräber. Man kann nicht viel sehen, aber die Plätze sind historsich bedeutend, stammen sie doch aus dem 7. Jahrhundert v.Chr. Die hier gemachten Funde werden u.a. im Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln ausgestellt.

Neben Schloss Röttgen, das südlich der Autobahn liegt, ist das wichtigste Bauwerk in Rath sicherlich der Alte Turm. Dabei handelt es sich um den Kirchturm der alten Corneliuskirche, der im 12. Jahrhundert errichtet wurde. Die zugehörige Kirche wurde 1826 wegen Baufälligkeit abgerissen. Die heutige katholisch Pfarrkirche St. Cornelius entstand 1833-34 direkt neben dem Alten Turm und wurde Ende des 19. Jahrhunderts erweitert.

Sehenswert ist auch die barocke Burgkapelle an der Lützerather Straße. Sie stammt von 1741 und ist der letzte Teil des Wasserburg Rath, die im 19. Jahrhundert bis auf die Grundmauern niederbrannte. Heute sind von der alten Wasserburg neben der Kapelle nur noch Reste des Grabens zu sehen.

Rath-Heumar entstand als Siedlung aus einer Reihe von Gutshöfen, um die herum weitere Gebäude errichtet wurden – wie z. B. um den Durchhäuser Hof, der bereits um das Jahr 1000 existiert haben soll. Weitere Höfe waren Gut Maarhausen an der Eiler Straße, der Strundener Hof an der Lützerather Straße und der benachbarte Marcellenhof. Sehenswert ist das 1846 errichtete Herrenhaus des Meierhofs an der Zehnthofstraße, der heute als Wohngebäude dient und unter Denkmalschutz steht.

Zwischen Rath-Heumar und Brück liegt das Neubrücker Baggerloch, ein gut 4ha großer See, Der wird in den nächsten Jahren zum Freizeitgebiet Rather See mit Badezone und Naturstrand sowie einer Wasserski-Anlage umgebaut. Das nördliche Drittel des Sees soll laut Planung unberührt bleiben und als Rückzugs- und Naturraum für Pflanzen und Tiere dienen.