Jagdhornweg Valbert


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 41 Min.
Höhenmeter ca. ↑251m  ↓251m
Jagdhornweg Valbert Markierung Wegzeichen

Valbert, heute ein Stadtteil von Meinerzhagen im Ebbegebirge (Sauerland), hat eine lange Vergangenheit und die hat etwas mit Freiheit und Selbstverteidigung zu tun. Früher lag Valbert im Grenzgebiet zwischen dem Herzogtum Westfalen und der Grafschaft Mark. Da gab es öfters Scharmützel und Streitereien.

Da darunter meistens die Bauern zu leiden hatten, gründete man in Valbert eine Schützengilde und stellte sich an die Seiten der Grafen von der Mark. Die wiederum bedankten sich, indem sie den Valbertern erlaubten, zu jagen und zu angeln, was sonst strengsten verboten war.

Diese Geschichte war für die Entwicklung Valberts von so zentraler Bedeutung, dass es ein Jäger mit Jagdhorn auf das Stadtwappen brachte. Der Schützenverein Valbert schaut auf eine Tradition von fast einem halben Jahrtausend zurück und trägt mit Stolz den Untertitel: gegründet vor 1582. Das jährliche Schützenfest am dritten Wochenende im Juli ist denn auch der Höhepunkt im Valberter Veranstaltungskalender.

Ein Rundwanderweg in Valbert ist ebenfalls mit dem Jagdhorn markiert. Dieser Jagdhornweg startet direkt in Valbert am Denkmalplatz, an dem im 11. Jahrhundert die erste Valberter Kirche stand. Der Jagdhornweg informiert an mehreren Stationen über die Herkunft von Flurnamen, die Standorte ehemaliger Hütten und Industrieanlagen, Erzählungen aus dem Volksmund und allerlei Interessantes aus der Region.

Vom Denkmalplatz aus gehen wir erst Richtung Friedhof und folgen dann der Haaner Straße aus Valbert hinaus nach Vorderhagen. Weiter auf der Kreisstraße K 7 erreichen wir Echerternhagen und wandern dann hinein in die Wälder des Ebbegebirges.

Wir kommen zum Steimersiepen und über die Gemarkungen Kallennest und Klimme bis kurz vor Rinkscheid. Dann kreuzt der Jagdhornweg die K7 und wir spazieren nach Freisemicke und nach Spädinghausen. Oberhalb des Irmers (439m) kommen wir schließlich wieder zurück nach Valbert.

Laut Deutschem Wetterdienst ist Valbert übrigens der regenreichste Ort in Nordrhein-Westfalen. Im gesamten norddeutschen Raum belegt Valbert, nach drei Messstationen im Harz, den vierten Rang.

Bildnachweis: (1) von Petra Klawikowski [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons; (2) von Jürgen Erdmann [CC BY-SA 3.0] via GPS Wanderatlas

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