Inntal, Wolfsschlucht und Schloss Neubeuern


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑116m  ↓116m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Südöstlich des Dreiecks Inntal, wo sich die A93 mit der A8 kreuzt, liegt das Kulturdorf Neubeuern am Inn. Es hat einen sehr malerischen historischen Marktplatz mit Salzburger- und Münchner Tor als Zugängen. Die Bäckerstiege führt zum Schloss Neubeuern mit dem überragenden und prägenden Burgturm daneben, wir sehen Lüftlmalereien an den gepflegten Fassaden und wandern entlang des Inns.

Start ist am Neubeurer See in idyllischer Landschaft gelegen, von Wiesen, Aue und Bergen umgeben. Neubeuern pflegt seine Geschichte der Innschifffahrt unter anderem mit einem Schiffleutwanderweg und dem Museum im Ortskern.

Wir wandern durch das Inntal, den Inn links von uns, das Altwasser rechts. Wanderrichtung ist Norden. Dann kreuzen wir das Altwasser, kurz vor seinem Zufluss in den Inn und wandern durch die Schopperstraße aufwärts (von ca. 450m bis 535m) sowie durch die Wolfsschlucht. Sie ist auf rund 300m Länge und 20m Breite im Burgberg ca. 30m tief eingegraben. Vermutlich ist die Wolfsschlucht der erste Steinbruch am Ort (15. Jahrhundert). Seine Steine wurden im Schlossturm verbaut, waren Mühlsteine und Schleifsteine.

Durch die Wolfsschlucht gelangen wir zum Schloss Neubeuern auf rund 518m. Darin ist eine private Ganztagsschule (Gymnasium) nebst Internat. Man trägt Schuluniform. An Ort und Stelle wurde im 12. Jahrhundert eine Höhenburg errichtet. Den markanten Bergfried kann man schon von den Autobahnen aus sehen. Es gab zwei zerstörerische Erlebnisse: Sprengung im Österreichischen Erbfolgekrieg, Wiederaufbau einer neu gestalteten Anlage, nebst Schlosskapelle, Brandschäden 1893 und hernach Herrichtung im Stil der Neorenaissance.

Der historische Marktplatz kommt uns wie ein Bilderbuch vor. So viele Lüftlmalereien sieht man selten an einem Fleck. Die Häuser stammen vorwiegend aus dem 18./19. Jahrhundert. Die katholische Kirche Maria Empfängnis hat Mauern aus dem 13. und wurde in jedem weiteren Jahrhundert ausgebaut und verändert. Interessant sind auch die Kirchstuhlschilder. Wenn wir uns von der heimeligen Atmosphäre des Marktplatzes trennen können, sind es von der Kirche bis zum Neubeurer See nur rund 2km.

Bildnachweis: Von Helmlechner [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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