Rundweg zur Wallfahrtskirche Kirchwald (Nußdorf am Inn)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 55 Min.
Höhenmeter ca. ↑406m  ↓406m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Gemeinde Nußdorf am Inn liegt östlich des Inntals. In Nußdorf fließt der Steinbach hinzu, den wir umrunden und begegnen werden, wo der Lechnergraben sich hinzugesellt. Zwei Ansteige sind auf der Runde. Am höchsten hinaus geht es auf den Sattelberg (820m). Hier werden wir in der zweiten Hälfte 808m erreichen.

Doch davor liegt das Kleinod der Wallfahrtskirche Kirchwald mit Einsiedelei. Diesen besonderen Ort erreichen wir bereits während des ersten Anstiegs und nach knapp 2km. Unterwegs treffen wir auf 14 sehenswerte Kreuzwegestationen.

Wir starten mitten in Nußdorf, bei der Parkanlage Am Ring, und gehen durch die Moargasse, den Winkelwiesweg und die Dorfstraße. Der Ortskern von Nußdorf steht als Anlage unter Denkmalschutz und wir sehen einige alte (18./19. Jh.) Bauernhäuser und die einstige Ölstampfmühle, wo Leinöl gepresst wurde.

In der Dorfstraße ortsauswärts in südöstlicher Richtung treffen wir auch auf den Mühlbach. Der Waldpark liegt links von uns. Wir gehen ein Stück Heubergweg und kommen bei Steinhäusel auf den Pilgerweg. Links im Wald liegt der Burgstall Klammenberg.

Der Pilgerweg bringt uns nach Kirchwald zur Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, einem besonderen Kraftort. 1644 errichtete ein zurückgekehrter Pilger unterhalb der Kirche in einer Felsenhöhle seine Klause. Mittels einer aus Rom mitgebrachten Reliquie machte er aus einer vormals schädlichen Quelle eine heilende. Der Wallfahrtsort war aus der Taufe gehoben. 1720 erfolgte der Bau des Kirchleins. Altäre und Kanzel sind im Rokokostil.

Der Pilgerweg durch Bewaldung lichtet sich und wir kommen nach Gritschen und dort fällt uns vielleicht an einem Haus eine Lüftlmalerei auf, mit Maria und Jesus, der einen offenen Schuh hat. Das Bild ist eine Nachempfindung des Bildes, was der erste Eremit gesehen hat bei der Suche nach dem Hinweis, wo er seine Kapelle bauen sollte.

Entlang des Sträßchens und des Lechnergrabens kommen wir zur Gernmühle mit Stauteichen. Wir gehen durch das Mühltal hinab, begegnen dem Steinbach und es geht nach rund 4,7km zum zweiten Anstieg.

Wald und offene Landschaft begleiten uns nach Friesing und im Anschluss zu einem Schwimmbad nebst Badwirt. Unser Weg führt uns an Roßholzen vorbei. Durch abwechslungsreiche Naturlandschaft gehen wir hinauf zur Zifferalm am Hang des Sattelbergs. Ebenso naturnah geht es dann hinunter durch Ober- und Untersulzberg zum Ausgangspunkt der hübschen Runde zurück, wobei wir den Steinbach überqueren.

Bildnachweis: Von Rufus46 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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