Immenstaad am Bodensee Rundwanderung


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 46 Min.
Höhenmeter ca. ↑132m  ↓132m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Es gibt einige hübsche und teils recht bekannte Fotoklassiker am nördlichen Ufer des Bodensees, wenn man in die Weinlagen rauf schaut. Eines dieser Motive ist das weiße Schloss Hersberg mit den gotischen Treppengiebeln. Ein weiteres Schloss auf der Runde von Kippenhausen nach Immenstaad ist Schloss Kirchberg. Rund um Immenstaad wurde ein Apfel- und Weinspazierweg mit Infotafeln bestückt.

Unsere Runde startet bei Kippenhausen an der Oberen Kupferbergstraße. Durch die Weinlage geht’s hinab, wo wir die B31 hinter uns lassen und beim Schloss Kirchberg auskommen. Das Anwesen war einst Gutshof des Klosters Salem. Die ausgedehnte Anlage geht vermutlich auf ein mittelalterliches Gehöft zurück. Von rund 25m über dem Bodensee und man hat eine fantastische Aussicht. Das sogenannte Alte Schloss geht auf die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück. Später wurde der Ostflügel gebaut und man glich altes mit neuem ab. Man kann sich für die Ferien ein Appartement mieten.

Kurz drauf kommen wir am Yachthafen Schloss Kirchberg vorbei und schlendern am Bodenseeufer entlang. Wir kommen von Westen her nach Immenstaad und am Kippenhorn an einem Schwimmbad vorbei. Durch die Seestraße West erreichen wir den Landungssteg mit Wasserspielplatz, Ikarus und Anker, Yachtclub Immenstaad und vielleicht sehen wir auch die Lädine.

Die Lädine ist die Rekonstruktion eines Frachtschiffes, das rund 500 Jahre Waren über den See beförderte, Holz aus Vorarlberg, Getreide aus Oberschwaben, auf dem Rückweg Steine oder Salz. Die Lädine ist so ausgestattet, dass sie durch wenig Tiefgang und bei wenig Wind beispielsweise auch getreidelt werden konnte. Dazu ist sie lang und breit. Das Boot mit Rahsegel dient Ausflüglern und wird per Motor angetrieben.

Wir durchqueren Immenstaad. Der gotische Turm der Kirche St. Jodokus ist vom Bodenseeufer bereits zu sehen. Der Grundstein wurde 1474 gelegt. Wir wandern mit der Straße Frickenwäsele aus Immenstaad hinaus, gewinnen Höhe, umrunden den neuen Friedhof und wandern zum Schloss Hersberg, das von Wein und einem Parkareal umgeben ist. Es ist größer als man von unten guckend gedacht hat.

Schloss Hersberg war eine repräsentative Außenstelle der Reichsabtei Ochsenhausen, dann war es fürstlicher Gutshof und seit 1929 gehört es den Pallottinern. Das ist eine Gesellschaft des apostolischen Lebens innerhalb der römisch-katholischen Kirche. Zur NS-Zeit allerdings hatte der Bildungsbetrieb geschlossen, weil die Nazis französische Kriegsgefangene untergebracht hatten. Erst ab 1947 konnte Schloss Hersberg wieder als Schule öffnen. Nun wird es als Haus für Bildung, Begegnung und Erholung betrieben.

Wir wandern noch ein Stück aufwärts durch die Kulturlandschaft, kommen über den aussichtsreichen 454m messenden Hohberg und genießen den herrlichen Blick. Sitzgelegenheiten und eine Panoramatafel helfen dabei. Bis zum Ausgangsort sind es nur noch 1,3km.

Bildnachweis: Von Dietrich Krieger [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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