Huppert

Zwischen Huppert und Laufenselden am Nordrand der Kemeler Heide verlief einst der römische Grenzwall Limes, der seit 2005 als UNESCO-Weltkulturerbe geschützt ist. Hier befindet sich auch der Standort des ehemaligen Kleinkastells Dörsterberg am Südhang der gleichnamigen Erhebung.

Vom Standort des Kleinkastells Dörsterberg aus gibt es eine sehr gute Sichtverbindung zu den Kleinkastellen Auf dem Pohl bei Kemel. Das Kleinkastell auf dem Dörsterberg wurde 1897 entdeckt. Ab 1902 fanden Ausgrabungen statt. Heute sind noch Verformung im Gelände zu entdecken. Die Befestigungsverläufe sind mit Holzpfosten abgesteckt und auch ein Stück Limespalisade wurde zu Demonstrationszwecken errichtet.

Der Limesrundweg Huppert wurde 2007 eingerichtet. Er führt von der Limeshalle in Huppert zum Limes und demonstriert mit sechs bebilderten Informationstafeln in Deutsch, Englisch und Französisch u. a. die geophysikalischen Untersuchungsmethoden, die bei der Erforschung angewandt worden sind.

In Huppert startet auch der Dörsbach-Mühlenwanderweg, eine gut 30km lange Streckenwanderung, die dem Dörsbach von der Quelle am Erlenhof bis hinein ins Jammertal im Nassauer Land zur Mündung in die Lahn folgt.

Besonders zu erwähnen ist in Huppert auch der Dorfbrunnen, ein Ziehbrunnen, der hier Rollborn genannt wird. Bereits zur ersten urkundlichen Erwähnung von Huppert 1250 soll der Brunnen bestanden haben. Der Rollborn ist heute mit einem halbrund gewölbter Aufbau aus Bruchstein versehen, ergänzt durch Ziegelsteine und Putz mit aufgemalter Quaderung.