Hommerich

Die Lindlarer Sülz und die Kürtener Sülz fließen im Hommericher Ortsteil Tüschen zur Sülz zusammen und ziehen ab hier weitere 25km westwärts, um bei Lohmar in die Agger zu münden. Direkt unterhalb des Zusammenflusses erstreckt sich das kleine Naturschutzgebiet Sülzbachaue.

Folgt man der nun vereinigten Sülz flussabwärts, erreicht man schon bald den Lindlarer Golfplatz. Er liegt am Schloss Georghausen, das heute als Clubhaus genutzt wird. Eine Burg Georghausen wurde 1466 erstmals urkundlich erwähnt, dürfte aber schon lange davor bestanden haben. Nach mehreren Besitzerwechseln wurde 1702 auf dem Burggelände das heute noch bestehende barocke Wasserschloss erbaut. 1951 erfolgte der Umbau in ein Hotel, das seit 1961 an den Golfclub verpachtet ist.

Östlich von Schloss Georghausen liegt Schmitzhöhe auf der Wasserscheide zwischen dem Lennefer Bachtal und dem Sülztal. Zu den historischen Bauten von Schmitzhöhe zählt die 1646 errichtete Rochuskapelle. Ihre Bronzeglocke stammt aus dem Jahr 1754. 1856 entstand ein Schulhaus für bis zu 180 Schüler, das noch heute als Grundschule genutzt wird.

Bricht man von Schmitzhöhe nach Lindlar über die Kreisstraße K 24 auf, passiert man noch zwei weitere alte Kapellen. Die Antoniuskapelle in Waldbruch lässt sich bis 1628 zurückdatieren. Aus dieser Zeit ist noch der Chor erhalten. Das Langhaus wurde 1913 angebaut. Die Rochuskapelle in Lingenbach stammt aus dem 18. Jahrhundert. Ein Relief aus Sandstein über dem Eingang zeigt den heiligen Rochus. Im Inneren der Kapelle steht eine Holzstatue des Heiligen aus dem 17. Jahrhundert.