Holzheim (Mechernich)

Im Grunde selbstredend, dass auch im Örtchen Holzheim beziehungsweise in der Nähe römische Siedlungsspuren gefunden wurden, denn auch Holzheim liegt nahe der Römischen Eifelwasserleitung, die östlich der A 1 und von Holzheim zu finden ist. Einst war Holzheim, erstmalig aufgetaucht im Prümer Urbar von 893, Standort zweier Burgen.

Die Burg Heistard, auch genannt Burg Holzheim oder Heistartburg, hat ihre Entstehungszeit um 1333. Von ihr ist der Rundturm erhalten. Man schätzt jedoch, dass die jetzt vorhandenen Reste aus dem Jahr 1486 stammen. Das Herrenhaus wurde wohl im 16. Jahrhundert neu gebaut. Die Burg Heistard steht auf rechteckigem Grundriss und in den Außenmauern sind Schießscharten zu finden. Der Rundturm misst übrigens 14m und hat vier Geschosse. Da wo er steht ist Norden.

Nordöstlich von Holzheim liegt das Naherholungsgebiet Herkelstein. Der Herkelstein (435m) ist der höchste Punkt des Eschweiler Höhenzuges. Man steht auf devonischem Kalkstein und kann in die Kölner Bucht, zur Jülicher und zur Zülpicher Börde schauen.

Wenn man von Holzheim aus über den Herkelstein wandert, kommt man in Weiler am Berge raus, das nördlich von Holzheim liegt. Hier entspringen der Krebsbach, der Kühlbach und der Schwarzwassergraben.

Um den Herkelstein haben die Ortsansässigen eine Sage gesponnen, nämlich die, dass kein Geringerer als Herkules den tyrannischen Kakus in der Kakushöhle mit Felsbrocken beworfen und erschlagen haben soll. Ergebnis: überall Felsbrocken, Kakus tot, Herkules starb an den Verletzungen und fand am Herkelstein seine letzte Ruhe.

Nachweislich und originell ist die Geschichte um die katholische Pfarrkirche St. Lambertus, die 1845 geweiht wurde. Der Pfarrer hatte im Lotto gewonnen und den Bau von dem Geld bestritten. Der Turm der Kirche stammt noch vom Vorgängerbau, der 1068 erstmalig Erwähnung fand.

Regionaler Bezug:

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