Hohenstein-Runde (HO7): Grüner Altar - Blutbachtal - Baxmannbaude


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Wegweiser
Länge: 12.78km
Gehzeit: 03:06h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Zunächst eins vorneweg: Hessisch Oldendorf ist nicht hessisch, sondern niedersächsisch. Im Stadtgebiet von Hessisch Oldendorf erhebt sich der Hohenstein (341m). Der gehört zum Süntel und ist Teil des Naturparks Weserbergland Schaumburg-Hameln. Hier wollen wir heute wandern.

Die Klippen des Hohensteins sind einer der Höhepunkte des Wandergebiets Weserbergland. An diesem steinernen Felsenriff verehrten einst Germanen, Cherusker und Sachsen ihre Götter. Der Hohenstein hat ein Hochplateau, das am Südrand zirka 40 Meter steil abfällt. Wenngleich mittlerweile stark reglementiert ist der Hohenstein immer noch ein beliebtes Klettergebiet.

Wir starten die durchgängig als HO7 markierte Rundwanderung am Wanderparkplatz Baxmannbaude. Es geht von hier direkt hinein ins Naturschutzgebiet Hohenstein. Das Naturschutzgebiet Hohenstein ist 877ha groß und fast vollständig Bestandteil des EU-Vogelschutzgebietes „Uhu-Brutplätze im Weserbergland“. Das Naturschutzgebiet wird überwiegend von reliefreichen, mesophilen Waldgebieten, in deren Krautschicht zahlreiche Orchideen vorkommen, mit teilweise tiefen Bachtälern geprägt.

Wir wandern zu den Moosköpfen und weiter zur Totenborn-Quelle. Es geht durch die Gemarkung Dachtelfeld und dann wieder zurück ins Naturschutzgebiet. Dann kommen wir zum Grünen Altar, einem der drei markanten Felsen am Hohenstein. Vom Grünen Altar aus kann man das Wesertal und die Weserberge mit ihrer höchsten Erhebung, dem Köterberg (508m), weit überblicken. Vor der Zeitenwende diente der Grüne Altar als Opferaltar.

Ein kurzer, aber knackiger Abstecher, bringt uns zur Teufelskanzel, dem wohl bekanntesten Felsen am Hohenstein. Dann kommen wir ins Blutbachtal. Der Blutbach, so sagt es die Legende, hat seinen Namen von einer Schlacht zwischen Franken und Sachsen im Mittelalter. Damals sollen hier hunderte Menschen umgekommen sein, deren Blut den Bach blutrot gefärbt haben soll. Kaum zu glauben, wenn man die heutige Idylle dort genießt.

Im Blutbachtal steht die Baxmannbaude. Hier kann man sich an Wochenenden bei Kaffee und Kuchen, erfrischenden Getränken und herzhaften Speisen stärken. Bereits um 1890 wurde oberhalb der heutigen Baxmannbaude eine Schutzhütte vom damaligen Oldendorfer Verschönerungsverein errichtet. Ein Gastwirt pachtete diese. Nach den Kriegswirren musste die Hütte neu gebaut werden. Der heutige Bau entstand 1955.

Bildnachweis: Von ChristianSW [CC0] via Wikimedia Commons

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